MaRPE2011 – ein internationales Projekt geht zu Ende!

Juli 30th, 2011 von kaufi

Hallo zusammen,
zuerst muss ich mich für meinen späten zweiten Artikel über MaRPE entschuldigen. Doch wie heißt es so schön „die Zeit ist ein Dieb, sie nimmt sich was sie kriegt“. Nun folgt ein etwas ausführlicher Artikel über die zweite Hälfte das MaRPE2011 Programms, viel Spaß!
Nun ist MaRPE2011 auch schon wieder Geschichte. Ok – noch nicht ganz, erst muss noch dieser Blog-Eintrag geschrieben und diverse Arbeiten für die Hochschule getan werden.
Doch wo fang ich da jetzt am besten an, okay mit der Reise nach Liverpool:
Nach gerade mal zwei Stunden Schlaf und nach einer Party auf einem Boot ging es am Freitagmorgen um 5:15Uhr ab mit dem Bus nach Frankfurt Flughafen. Jedoch habe ich ein wenig verschlafen und wurde erst um 5:10Uhr von meinem Mitbewohner geweckt. Natürlich wollte ich diese Reise nicht ohne Duschen antreten und somit raste ich im Halbschlaf in die Dusche und war nach 10 Minuten geduscht und „gerichtet“ am Treffpunkt. Jedoch kein Grund zur Hektik, die Meisten waren noch nicht da ;). Das ist einfach der Unterschied zwischen deutscher und ausländischer Zeitrechnung. Auch etwas ganz wichtiges ist noch nicht erschienen: der Bus.
Mit circa 30 Minuten Verspätung sind wir nun abgefahren. Doch wer jetzt denk in Richtung Frankfurt hat sich getäuscht, erst mussten wir die Dozenten abholen. Da dies so nicht geplant war, musste der Busfahrer erst einmal von zwei Dozenten überredet werden. Doch wer kann schon zwei Frauen widersprechen?! Somit sind wir erst einmal ab zum Hotel gefahren. Alle Dozenten an Board? – Okay let’s go! Nun ja, dieses „Go!“ war leider nur von kurzer Dauer, denn einer der holländischen Dozenten wollte natürlich in dem fahrenden Bus ein Bild von uns machen, wie wir verschlafen im Sitz lümmeln. Da die Kamera mit zwei Händen festgehalten werden muss, war keine Hand frei um sich festzuhalten und ZACK!, da musste der Busfahrer bremsen und Wietze, der Dozent, flog einen Meter zurück und mit dem Rücken in die Frontscheibe. Die Frontscheibe fand dies natürlich gar nicht schön und gab schließlich nach. Natürlich war der Busfahrer nicht gerade glücklich, er war eher genervt da dies auf dem extra Umweg für die Dozenten passiert ist.
Somit sind wir mit kaputter Scheibe bis nach Baden-Baden gefahren um dort den Bus zu tauschen. Natürlich war unser Zeitplan nun komplett über den Haufen geworden. Durch zick Telefonate von Fr. Dreischer mit der Airline wurde dann der Flug, auf Grund von uns, um 30 Minuten verschoben. Wer nun aber denkt, dass die Dozenten besorgt waren, der täuscht sich! Diese haben gemütlich im Bus geschlafen.
Gegen Nachmittag war es dann endlich so weit: Willkommen zur Liverpool Hope University.
Hier durften wir uns wie richtige Studenten fühlen. Jeder hatte ein Einzelzimmer mit Internetanschluss und so wie Bad für sich. Im Erdgeschoss war ein Gemeinschaftsraum mit TFT-Fernseher, Küche und Sofas. Das Beste daran: Wir waren direkt auf dem Campus untergebracht. Das war echt super!
Am nächsten Tag hieß es dann ab in die Innenstadt und Umfragen machen. Dies hat sich jedoch für deutlich schwieriger Erwiesen als gedacht. Die Reaktionen der Passanten gingen von gekonnter Ignoranz über bewussten auf dem Weg laufen bis zu „Sorry Love, no time!“. Das Tolle war, bereits hier konnten wir schon die Innenstadt von Liverpool erkunden. Liverpool ONE, die neu gestaltet Einkaufsstraße wurde erst 2008 eröffnet. Abends ging es dann mit den Engländer und den Dozenten in Innenstadt von Liverpool und wir haben die Nachtszene unsicher gemacht.
Am Sonntag haben wir eine kleine Bustour durch Liverpool bekommen. Diese war von dem englischen Dozent selbst organisiert und war wirklich gut. Anschließend konnten wir unsere Zeit in der City von Liverpool frei gestalten und so bin ich mit ein paar anderen zuerst am Albert Dock geblieben und haben uns unter anderem das International Slavery Museum angeschaut. Es ist nach wie vor ein sehr spannendes, jedoch auch erschreckendes Thema. Besonders hat mir die Sonderausstellung über Südafrika gefallen. Interessant dieses Thema mal von einer anderen Seite zu sehen. Im Anschluss war dann Shoppen angesagt. Für die Frauen eher etwas intensiver wie für Männer =). Was jedoch jeder gefunden hat, war die „Primark“. Ein eher im unteren Preissegment angesiedeltes Kleider-Warenhaus. Genau heißt das, dass es Polos für ca. 4€ und eine Anzugshose für ca. 12€ zu erwarben gab.
Um die Shoppingtour etwas kultureller ausklingen zu lassen habe ich mich mit vier anderen getroffen um zuerst auf den RadioCity Turm zu gehen. Danach wollten wir die beiden Kathedralen von Liverpool betrachten. Nach einem Abendessen bei „Zizzi“, einem guten italienischem Restaurant, wollten wir mit einem anschließenden Besuch von dem Riesenrad von Liverpool ONE den Abend ausklingen lassen. Doch nun zurück zur Realität. Als wir um 17:15 beim Turm waren, durften wir lesen dass dieser um 17 Uhr schließt. Schade eigentlich, doch nur ein Grund wieder in die Stadt zu kommen dachten wir uns. Also ab zur katholischen Kathedrale. Doch gerade als wir angekommen sind, sehen wir, wie die Türen verschlossen werden, obwohl es erst zehn vor Sechs war. Durch einen zweiten Eingang und ein wenig Entgegenkommen von dem Sicherheitspersonal konnten wir doch noch die sehr beeindruckende Kathdrale bestaunen. Die Metropoliten Cathdral ist eine relative neue Kirche, welche optisch komplett aus dem Format fällt. Zuerst dachte ich auf Grund von dem Turm an ein Atomkraftwerk. Jedoch haben mich die vielen Kreuze dann doch wieder an eine Kirche erinnert. Nun sind wir also in der von außen eher „anders“ aussehenden Kathedrale. Doch bereits der erste Blick in der Kirche hat mich total verzaubert und meine Meinung über die Kathedrale komplett verändert. Für mich ist diese heute ein Beispiel, wie eine modernes Gotteshaus sehr schön und trotzdem „katholisch“ aussehen kann. Glücklich über den Erfolg, dass wir die von innen Kirche sehen könnten, sind wir ab zur Liverpool / angelican Cathedrale gelaufen. Doch unser Glück war nur von kurzer Dauer, denn diese Kathedrale war für uns natürlich nur von außen zu begutachten. Leicht deprimiert, jedoch voller Vorfreude wieder nach Liverpool City „zu müssen“ sind wir schließlich in Richtung „Zizzi“ gelaufen. Um die nun zur verfügungsstehende Zeit sinnvoll zu nutzen, haben wir noch einen kleinen Ausflug nach China-Town gemacht. Wobei man hier eher von einer „China-Straße“ sprechen muss. Doch wir alle haben uns gefragt, warum gibt es eigentlich kein China-Town in Deutschland? Oder ist Berlin Neu-Kölln das Turkey-Town in Deutschland?!
Nach einem super Abend essen, hier ein kleines Dankeschön an unsere Insiderin Bianca für den Tipp, haben wir uns auf den Weg zum Riesenrad gemacht. Doch, wie kannte es nur anders sein: Vor 15 Minuten hat das Riesenrad geschlossen. Leicht gefrustet haben wir uns dann ein Mini-Car, so eine Art Taxi nur billiger =), für fünf Personen bestellt. Doch leider hat auch dies nicht geklappt und es kam leider nur ein normales Taxi. Nachdem weitere 15 Minuten ins Land gegangen sind, haben wir schließlich ein normales, typisches schwarzes Taxi genommen. Gerade als wir mit dem Taxi losgefahren sind, kam auch das Mini-Car.
Am nächsten Morgen hieß es wieder „ran an die Arbeit“. Heute stand auf der Tagesordnung die Auswertung der Umfragen. Ich, teil des IT-Supportes, war nun erst einmal ohne Arbeit. Somit habe ich versucht meiner zuständigen Gruppe zu helfen, während die andere aus dem Team versucht haben zu erfahren was unsere Arbeit ist. Schließlich blieb uns nichts anderes übrig als unserem Dozent des Vertrauens eine bzw. mehrere „Hilfe“ E-Mails zu schreiben. Um diesen Tag ein wenig aufzulockern bin ich danach noch einmal mit der bekannten Gruppe nach Liverpool City gefahren um die verpasste Aktivitäten nach zu holen. Doch schon wieder war das Glück nicht auf unserer Seite und wir konnten auf Grund einer Veranstaltung nicht die Liverpool Cathedral besichtigen. Somit haben wir spontaner Weise zuerst den Radio City Tower besucht. Doch diese Idee hatten über 20 Personen aus unserem Programm.
Nach dem Turm wollten wir es noch einmal wissen und haben uns auf den Weg zur Liverpool Cathedral gemacht. Dieses Mal konnten wir diese sogar von innen besichtigen. Jedoch muss ich sagen, dass mir die katholische von gestern besser gefallen hat. Besonders störend fand ich den Shop in der Kathedrale.
Um nun noch einmal über die Dächer von Liverpool schauen zu können, haben wir uns auf den Weg zum Riesenrad gemacht. Typisch für Touristenattraktionen stand am Eingang jemand, der von uns ein Foto machen wollte, um dies später an uns zu verkaufen. Doch dankender Weise hat diese Person das Foto auch mit meiner Kamera gemacht =). Begrüßt wurden wir in der Gondel von einem „Microsoft Windows Willkommen“ Ton. Dieser hat jedoch nicht gerade für ein Sicherheitsgefühl gesorgt =).
Um den Abend würdig enden zu lassen, haben wir gewartet bis es Nacht war und die andere Hafenseite bei Nacht bestaunt. Wirklich ein sehr schöner Anblick. Da nun jeder von uns müde war, haben wir uns einfach das nächst beste Taxi genommen und sind nach Hause gefahren.
Am Dienstagmorgen war dann die letze Vorlesung angesagt. Der türkische Dozent hat erst seine Ergebnisse von der Umfrage vorgestellt und danach waren wir wieder an der Reihe. „Intercultural differences“: Zuerst mussten die Vertreter von einem Land eine Frage zum Thema „Interculutral Management“ beantworten. Danach mussten wir unsere bis vor dem Projekt herrschte Vorurteile darstellen und sagen ob sich diese bestätigt haben oder nicht. Das Vorurteil der Deutschen war meistens hart Arbeitende, pünktliche Personen. Dies wurde ganz überraschender Weise auch bestätigt =). Ein gefallenes Vorurteil über die Engländer war, dass diese ein Problem mit Alkohol haben. Die wurde anscheinend auch bestätigt. Ich frage mich da immer, haben die eher ein Problem mit Alkohol oder viel mehr ohne Alkohol =).
Nach dem alle Ihre Präsentation gehalten haben, welche übrigens spontan benotet wurde, ging es an die „final presentation“, welche den Großteil unserer Note ausmachen soll. Da wir nach einem Gespräch mit Herrn Lehnmeier wussten, was zu tun ist, waren wir guter Dinge und erstellen eine, unserer Meinung nach, gelungene PowerPoint. Wir, das „survey consultant“ Team, haben zuerst gruppenübergreifende Ergebnisse und später eine Reflektion über das ganze Projekt „Umfrage planen, durchführen & analysieren“ erstellt.
Da am nächsten Morgen der große Vortrag war, gingen am Dienstag nur sehr wenige Teilnehmer feiern. Die meisten haben sich im Gemeinschaftsraum versammelt um einfach ein wenig zu plaudern.
Die Präsentation lief fast genau so, wie wir sie uns vorgestellt haben. Nun ja, leider nur fast. Ein Gruppenteilnehmer wusste leider nicht auswendig was auf der Folie stand und hat zu dem nicht gewusst was er sagen sollte. Aber das war für uns auch nicht verwunderlich, da er es auch nicht nötig hätte mit uns zu üben. Die nachfolgende Fragerunde war sehr durchwachsen. Nicht, dass die Dozenten uns löcherten. Vielmehr ist es leider so, dass man sich mit aufgezeigten „Verbesserungspotentiale“ nicht gerade Freunde macht und so wurde dies leider von manchen falsch verstanden. Doch eine sehr angemessene Frage („Hattet ihr Probleme mit den verschiedenen Tastaturlayouts“) von unserem Kameramann, hat für ein heiteres Ende gesorgt. Anschließend gingen die Meisten von uns Fußballspielen. Ich, ein eher sportlich passiver Mensch, habe dann doch lieber die Chance genutzt noch einmal Liverpool von „innen“ zu sehen und bin so mit Bianca noch einmal in die Stadt gegangen. Zum Einen haben wir die “Danke-Bilder“ für die Dozenten ausgedruckt, zum anderen haben wir einfach nochmal die schöne Innenstadt auf uns wirken lassen.
Abends gab es dann eine kleine Abschiedsceremony auf dem Campus für uns. Nach gutem Essen, Wein und einer Urkunde ging es dann ab in einen Pub. Ach ja, wie ihr gemerkt hat, gab es noch keine Noten für uns. Diese kann man zu einem noch unbestimmten Zeitpunkt im Auslandsamt erfragen. Natürlich wäre alle sehr transparent gestaltet – ist klar ;). Nach dem Pub ging es dann noch in zwei Clubs, um die letzte Stunden in Liverpool ausgiebig zu nutzen. Jedoch nicht allzu lange, da wir am nächsten Morgen mit dem ersten Bus nach Manchester fahren wollten.
Nach wenigen Stunden Schlaf und vollen Koffer ging es dann ab ins den Bus zum Manchester Flughafen. Glücklicherweise konnten wir auch schon morgens einchecken und hatten noch nicht mal Übergewicht. Dann ging es auch schon los mit dem Zug vom Flughafen in die Innenstadt. Am Bahnhof haben wir uns dann noch sehr ausgiebig mit dem mitgebrachten Lunch-Packet der Mensa gestärkt.
In Manchester angekommen sind wir zuerst mit dem Bus in die Innenstadt gefahren und dort ein wenig rumgelaufen. Nach einigen Minuten laufen waren wir an einem sehr schönen Brunnen in der Innenstadt angekommen. Ein obligatorischer Besuch der Touristeninformation ließen wir uns natürlich nicht nehmen. Zwei der drei Mädels sind dann noch ein letztes Mal shoppen gegangen, während Sandra und ich am Brunnen gechillt haben. Leider wurde unsere relaxte Stimmung durch eine SMS von Daniele unterbrochen. Das Handgepäck wurde leider nicht von der versprochenen Person mitgenommen und somit musste jemand „unschuldigem“ rumtragen werden. Also ging es ab zum Bahnhof und mit dem Zug zum Flughafen. Nun ja, leider fuhr der Zug erst mit Verspätung los. Aber das wäre ja noch o.k. gewesen. Die haben einfach den Zug „getauscht“ und so saßen wir plötzlich in dem falschen Zug. Nach dem wir unseren 4er Sitzplatz mit Tisch gegen zwei einheimische Damen (welche den Platz reserviert gehabt haben) verteidigt haben, hat uns der Schaffner mitgeteilt, dass wir falsch sind. Da es mit dem nächsten Zug nicht mehr pünktlich zum Flughafen gereicht hätte, haben wir uns noch ein letztes Mal den Luxus eines Taxis gegönnt.
Abschließend lässt sich sagen, dass es wirklich sehr schöne drei Wochen in meinem Leben waren. Ich habe viel über verschiedene Kulturen gelernt und vor allem auch real miterlebt. Diese Chance ist wirklich einmalig. In diesem Sinne auch ein Dankeschön an alle Dozenten und Teilnehmer, welche die so einzigartig gemacht haben. Ich hoffe den/die ein oder andere später, zu einem noch jetzt unbekannten Zeitpunkt wieder sehen zu können. Natürlich könnte ich jetzt hier Namen aufzuzählen doch dies wäre total sinnlos, da ich bestimmt jemand wichtiges vergessen würde =).
Natürlich kann man sich nun Fragen: wie eine faire Bewertung aussieht, wie ist es möglich ist, dass Dozenten die zum Teil nie ein Wort mit einem geredet haben uns bewerten sollen oder warum man bei der Abschlusspräsentation noch sein Namenschild tragen soll, es gab doch auch eine Note für das Verhalten während der drei Wochen und daher müsste unser Namen schließlich jedem bekannt sein. Die größte Frage, die ich mir eigentlich stelle ist: Ob die Antwort „Ich bin nicht hier um Ihre Probleme“ zu lösen wirklich die adäquate Antwort eines Dozenten auf nahezu jede Frage ist, wenn man sich weiterbilden möchte. „Wer wie was, wieso weshalb warum, wer nicht Fragt bleibt dumm“ gilt anscheinend nicht bei jedem Dozenten – Schade! Auch frage ich mich, ob ein Feedback zum Planspiel nicht den Lernerfolg deutlich erhöht hätte können.
Ich hoffe jedoch, dass dies die Dozenten auch so mitbekomme haben. Eine interne Evaluation der Studenten über die Dozenten / die Organisation / über das Projekt im allgemeinen war leider seitens des Projektes nicht vorgesehen. Dies wäre meiner Meinung nach zumindest den Zahler der Studiengebühren (welche dafür auch verwendet worden sind) schuldig gewesen.
Ein Abschlussgespräch hätte zugleich den ein oder anderen Kommentar in einem Forum ersetzen können.
Doch nun ist MaRPE 2011 schon wieder über eine Woche her. Was jetzt? Zum einen bauen wir gerade die Website www.marpe2011.eu zu einer rückblickenden Website um. Es kommen Berichte, Bilder und Videos rein. Schaut also regelmäßig vorbei, es wird sich lohnen.
Zum anderen bin ich weiter auf Suche nach verschiedenen Kulturen und befinde mich seit zwei Tage in HongKong. Eins kann ich Euch schon verraten: Der Kulturschock am ersten Tag war mit Abstand höher als im kompletten MaRPE Programm zusammen =). Dazu jedoch später mehr, die ersten Bilder gibt es unter www.kaufi.eu/gallery3/index.php/HongKong
Für alle, die eingeschlafen sind: Ihr könnt wieder aufwachen, der Roman ist vorbei.
Für alle anderen: Ich hoffe euch hat der Bericht gefallen und würde mich über Kommentare und/Fragen freuen.
Eine gute Zeit und danke für’s Lesen,
Kaufi

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Bonjour, auriez-vous 2 minutes pour répondre à un questionnaire?

Juli 4th, 2011 von kaufi

Hallo Zusammen,
nach langem Schweigen ist endlich mal wieder Zeit für einen Blogeintrag.
Die Meisten werden sich jedoch nun fragen, warum gibt es denn gerade jetzt diesen Eintrag?
Die Antwort ist jedoch nicht sehr spannend. Ich nehme gerade nur an einem ERASMUS-Programm teil. Das Programm nennt sich MaRPE2011 (www.marpe2011.eu) und heißt Marketing Research Programm in Europe in 2011. Wie man schon aus dem Namen entnehmen kann geht es um Marketing und um Europa. Wir… halt!
Wer ist eigentlich wir? Wir das sind 50 Studenten und 21 Dozenten aus acht Nationen von Europa und den Vereinigten Staaten von Amerika. Genauer gesagt sind wir fünft Studenten und zwei Dozenten aus Holland, zehn Studenten plus eine beliebige Anzahl an Dozenten / Koordinatoren aus Deutschland, jeweils fünf Studenten plus zwei Dozenten aus Bulgarien und Rumänien, 11 Studenten und wieder eine beliebige Anzahl von Dozenten aus Frankreich, fünft Studenten aus England, sieben Studenten aus Amerika und leider nur zwei Studentinnen aus der Türkei. Ursprünglich wären fünft Personen aus der Türkei dabei gewesen, jedoch haben diese kein VISA bekommen, warum auch immer. Doch nun genug Zahlen. Das Ziel dieses Projektes ist neben der Vermittlung von interkulturelle Toleranz, sozialen Kompetenzen und dem Kennenlernen von vielen Studenten aus verschiedenen Nationen auch eine Studie zum Thema Kosmetik. Diese werden wir in Kooperation mit dm Drogeriemarkt und L’ORÈAL planen und durchführen.
Am Sonntag den 26. Juni 2011 ging es dann endlich los. Ich hatte die Aufgabe ungefähr 15 Personen vom Flughafen Frankfurt abzuholen. Mit einem Neunsitzer habe ich mich dann zwei Mal auf den Weg gemacht. Dies hat auch ganz gut gepasst. Jedoch bin ich dafür am Samstag nicht früh genug ins Bett gegangen, sondern ganz im Gegenteil. Durch einen Besuch von fünf Freundinnen am Samstag, welcher einen Besuch beim Uni Fest beinhaltet hat, bin ich erst um 6 Uhr ins Bett gekommen und musste somit nach 3 Stunden schon wieder aufstehen. Gegen 13 Uhr bin ich dann endlich das erste Mal wieder daheim gewesen. Jedoch habe ich mich vor dem Anblick der Wohnung gefürchtet, da wir am Abend davor schön ausgiebig vorgeglüht haben. Jedoch durfte ich mich von der tollen Freundschaft zu den Mädels überzeugen lassen. Meine Wohnung war komplett aufgeräumt, die Spülmaschine eingeräumt und eingeschalten. Darüber kann ich mich heute noch freuen!
Ohne nennenswertes Frühstück/Mittagessen bin ich schließlich das zweite Mal nach FRA gefahren. Als ich dann abends wieder in Karlsruhe ankam wurde ich dankender Weise von der Projektkoordination zum Essen eingeladen.
Am Montag hat es dann richtig angefangen: Begrüßung bei der Bürgermeisterin, Stadtführung und danach die ersten Vorlesungen – natürlich auf Englisch.
Abends sind wir Deutsche mit den Teilnehmern in die Stadt gegangen um Cocktails zu trinken. Nachdem jedoch um 1 Uhr die letzte Kneipe auch zugemacht hat, wollten die den Abend nicht so plötzlich enden lassen und so bin ich noch mit einem Kommilitone und zwei FranzosenInnen zu mir in die Wohnung gegangen. Nach weiteren x Stunden Gerede, ein paar Bier haben wir uns dann schlafen gelegt. Es haben also alle spontan bei mir geschlafen. Damit die zwei Auswärtige sich noch richtigen konnten hieß es nach wenigen Stunden im warmen Bett schon wieder aufstehen und die Gäste ab ins YouthHostel bringen. Bei Beginn des zweiten Tages haben sich schon die ersten Kulturunterschiede aufgezeigt: Zu Vorlesungsbeginn um 9 Uhr waren die Deutschen zwar nahezu vollständig vertreten, jedoch fehlten von den anderen Studenten jede Spur =). Nach weiteren Stunden Vorlesung ging es dann endlich ans Praktische. Wir müssten für vier verschiedene Themenbereiche Fragebögen entwerfen. Um 18 Uhr war dann noch ein Empfang von unserem Rektor geplant. Leider konnte ich an diesem nicht teilnehmen, da ich mich bei 35°C dann doch lieber für das Freibad mit einer Freundin entschieden habe.
Am nächsten Morgen stand dann erst einmal ein Besuch bei L’ORÈAL auf der Tagesordnung. Bei diesem wurden wir zuerst über die Firma inkl. aller Marken informiert. Gerade wir männlichen Studenten könnten hier jede Menge lernen =). Danach ging es dann zur Produktionsbesichtigung. Das war sehr spannend. Nach einem legendären Essen in der DHBW ging es dann zu dm wo wir mehrere Stundenlang eine Umfrage gemacht haben. Abends war dann eine Party angesagt. Und wo kann man besser Feiern wie im Keller von meinem alten Wohnheim? Nirgendwo =) Abgesehen von einer kaputten Glastüre und einen hoheitlichem Besuch der Polizei war es eine super Party! Was mich jedoch stark beeindruckt hat, dass am nächsten Morgen die meisten pünktlich waren. Respekt =)
Damit aber auch ein nicht so 100%ig produktiver Tag zu Ende geht, habe ich mit circa 20 Personen ein interkulturelles Essen gemacht. Es gab von einer rumänischen kalten Suppe, über Maultaschen und türkische Manti bis hin zu einer holländischen Nachspeise für jeden Gaumen das Richtige. Natürlich waren die Maultaschen ganz oben mit dabei =). Doch auch dieser Abend ging für paar wenige erst gegen drei zu Ende. In dieser Zeit habe ich mit Freunde von dem Wohnheim, wo das Kochen stattgefunden hat, drei Gästen ein weiteres Stück deutscher Kultur nahegebracht. Das legendäre Stiefeltrinken =).
Am Freitag sind wir schließlich ins Bruchsaaler Schloß gefahren. Bei gemischtem Wetter gab es Mittags ein Pick-Nick. Danach war jedoch wieder eine Vorlesung angesagt. Bei dieser hat die Dozentin auch unter Beweis gestellt, dass sie früher bei der U.S. Army war und daher wurde schlafen während der Vorlesung mit 10 Liegestützen geahndet.
Abends gab es dann ein Abschlussabend mit einem gemeinsamen Grillen in der DH.
Da dies gleichzeitig der Geburtstag von einem Teilnehmer sind wir danach noch Abends in die Disco gegangen. Somit hatte ich leider nur 15 Minuten Zeit um einem Koffer zu packen. Doch „well done“, bis jetzt habe ich nur das Ladegerät von meinem Photo vergessen.
Den Samstag haben wir zu hälfte im Bus verbracht, denn es ging ab nach Straßburg! Hier erwähnenswert ist auch, dass dies der Geburtstag von einer Teilnehmerin war.
Angekommen in Frankreich wurden wir erstmal mit einem „Welcome-Package“ von den französischen Teilnehmer empfangen. Dies war echt super süß! Hier noch einmal vielen Dank dafür.
Danach ging es dann auf die Straßen von Frankreich und es hier Umfrage durchführen. Jedoch habe ich hier sehr deutlich erfahren können, wie unhöflich die Franzosen sind, wenn sie nicht auf Französisch angesprochen werden. Daher habe ich kurzer Hand den Einleitungssatz auf Französisch gelernt. Dies ging so weit auch ganz gut, da ich die Probanden einfach den Fragebogen (welcher auf französisch war) habe selber ausfüllen lassen. Jedoch ist das System in sich zusammengebrochen, als die Personen dann versucht haben sich mit mir auf Französisch zu unterhalten. Aber mit einem „Je ne parle pas français“ konnte ich die Situation wieder klar stellen. =)
Am Sonntag ging es dann ins schöne Elsass. Dort haben wir erst einmal in Schönebourg die ehemalige Bunkeranlage betrachtet. Dies war sehr interessant und ich habe bin wieder fasziniert wie clever manche Menschen waren. Danach ging es dann zu einem Bauernhof Museum. Hier wurde gezeigt wie man früher gelebt hat. Naja ich dachte am Anfang ich bin bei Oma =). Doch es war alles sehr schön gemacht und schön es mal wieder zu sehen. Mittags gab es dann ein Picknick mit allem was man sich so vorstellen kann. Das war wirklich toll geplant. Der Abschluss war ein selbst gemachter Kirsch-Pfannkuchen und ein Besuch in einer „alten“ Schule. Hier durften wir unsere Schreibkünste an der Feder austesten. Doch leider muss ich euch enttäuschen, meine Schrift ist auch mit Schreibfeder nicht besser, eher schlimmer =).
Heute war hat und dann der ernste Alltag eingeholt und wir sind ins JUT gegangen. Dies ist die französische Partnerschule. Die Schule ist relativ weit weg von Straßburg und von außen auch nicht gerade ein Meisterwerk. Als erster Tagespunkt stand der Empfang durch den Rektor auf der Tagesordnung. Jedoch konnte dieser leider kein Englisch und so musste eine Dozentin übersetzen =). Nach dem Auswerten der Umfrage und einem guten Essen ging es dann wieder an eine Runde Vorlesungen.
Am Nachmittag habe ich dann eine E-Mail aus Deutschland bekommen, dass ich für mein China-Visum ein original Passbild benötige. Doch woher nehmen wenn nicht stehlen? Daher bin ich in ein Einkaufszentrum gegangen und hab das erste Mal in meinem Leben eine Photoautmat benutzt. Diese Dinger halten was man Ihnen nach sagt, die Bilder werden schlecht =). Doch für’s Visum muss es reichen.
Heute Abend ist dann ein wenig Karaoke in einer Karaokebar angesagt. Ich bin in der Tat schon sehr darauf gespannt und werde mich nun mal „ausgehfertig“ machen.
Viele Grüße aus dem schönen Straßburg,
Euer Kaufi

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Ein letztes Mal Hallo aus einer der schönsten Stadt der Welt

Februar 17th, 2011 von kaufi

Die letzte Woche hat ganz normal angefangen. Wie Euch schon im letzten Eintrag berichtete war letze Woche ein großes Ereignis – die „State-of-the-nation address“. Dies ist ein Ansprache u.a. von dem aktuellen Premierminister Jacob Zuma über die Situation der Landes. Ein Abend vor der offiziellen Teil war natürlich eine Eröffnungsfeier, nur für geladene Gäste und eingeladen vom Bürgermeister der Stadt Kapstadt – welcher ein Freund von meinem Boss ist. Daher war mein Boss auch eingeladen und hat mich gleich mal mitgenommen. Nach einem entspannend Tag hat mich mein Boss um 4pm abgeholt. Natürlich war auch ein Dresscode angesagt und so hat mein mühevoller mitgeschleppter Anzug endlich mal Verwendung bekommen. Da wir aber – für Südafrikaner sehr untypisch –  eine Stunde zu früh waren sind wir noch in die Stadt gegangen und haben in einem Café gearbeitet. Danach sind wir zurück zum Greenpoint Park gegangen wo die Eröffnungsfeier stattgefunden hat. Da der richtige Eingang ca. 100m nach dem Gate erst ist, standen Golf-Caddys bereit welche uns zum Eingang gebracht haben. Dort musste man schließlich durch einen Metalldetektor durchlaufen um zum Major of CapeTownFestzelt zu kommen. Auf dem Weg war ein roter Teppich ausgelegt und es standen überfall Fotografen. Kurz nach dem Eingang gab es einen Sekt-/Cocktailempfang. Hier gab es Fruchtcocktails und Champanger. Zur Einstimmung hat eine scottische Band gespielt. Vor dem Zelt hat der Bürgermeister von Kapstadt schließlich alle Gäste persönlich Begrüßt und die Hand gegeben. Kurz darauf hat dieser den Abend offiziell mit einer kleinen Rede über die Situation von Kapstadt, der Provinz WesternCape und Südafrika in den letzten Monaten eröffnet. Gleichzeit wurde auch der reichhaltige Buffet eröffnet. Eigentlich waren es mehrere Buffets. Eins nur für Starter (kalte Pizza, Spieße, ..), eins für warme Speißen (Miesmuscheln, Hühnchen, Reis, …) und natürlich ein Buffet für den kleinen Hunger zwischen durch mit verschiedene Lachssorten und Brot/Cracker.

Stadium CT @ nightNach der Eröffnungsrede hat auch gleich das Entertainmentprogramm angefangen. Dies war u.a. ein Gospelchor einer Kirchengemeinde, eine afrikanische Tanzgruppe und ein bekannten südafrikanischer Solokünstler. Eine kleine Hörprobe findet ihr im angehängten YouTube Video.
Natürlich gab es auch eine Bar welche mit Säfte, Wasser, Bier und Spirituosen ausgestattet war.

Gegen 12pm war schließlich das Programm zu Ende und mein Chef hat mich wieder nach Hause gebracht.

Mein Wochenende war auch schön! Am Freitagabend ging ich mit einer Mitbewohnerin in die Stadt um ein wenig zu feiern, da sie am Samstag ausgezogen ist. Am Samstag habe ich mich mit meinem Mitbewohner auf dem Weg gemacht um den Devil’s Peak zu erklettern. Wie wir leider im Nachhinein erfahren haben, ist dies die schwierigste Wanderung die man hier so machen kann. Hinzu kommt noch, dass man von zwei Punkten aus starten kann. Natürlich habe wir auf Grund von unserer Unwissenheit den Punkt genommen der weiter unten am Berg ist. So sind wir über drei Stunden gelaufen um die Spitze des Berges zu sehen. Richtig, wir haben Sie bis dahin nur gesehen. Als wir vermutet haben wir wären oben, haben wir das eigentliche Ziel gesehen. So sind wir eine weitere Stunde gewandert. Wobei es weniger ein wandern wie ein klettern war. Es gab keinen richtigen Wanderweg, sondern man sah dass Menschen davor hier gelaufen sind und hoffte der Weg führt zum Ziel =). Der Boden war leider auch mehr lose Steine wie ein befestigter Untergrund, doch mit vollem Einsatz sind wir einige Stunden später wieder heile am Auto angekommen. Gott war ich froh dass es endlich vorbei war =). Abends bin ich mit Niels dann in die Stadt gegangen und habe eine Freundin von der Safari getroffen. Wir waren zusammen mit Ihrer Schwester und ein paar Freunden mexikanisch Essen, das war lecker. Am nächsten Tag habe ich erstmal bis um 11 Uhr geschlafen. Eigentlich wollte ich mich mit den Freunden von dem Abend davor um halb 1 bei den Mzolis treffen. Dies ist so eine Art „Restaurant“ in einem Township. Man kauft da für alle zusammen Fleisch, welches dann wenige Stunden später einfach in einer Schüssel serviert wird. Besteck usw. gibt es nicht. Das Bier kauft man sich in der Kneipe gegenüber und eine 750ml Flasche Bier kostet ca. 10 Rand (1 Euro). Nun ja, leider war ich eine Stunde zu spät und hatte schon ein schlechtes Gewissen. Jetzt aber die gute Nachricht, die anderen waren noch 10 Minuten später. Das finde ich so toll an den Südafrikaner, ich bin da nie zu spät. Der Tag war für mich vergleichbar wie ein Tag am 1. Mai. Das einzige Getränk an diesem Tag ist Bier und immer eine super Stimmung. Sobald ich daheim bin, lade ich für Euch ein Video hoch. Abends ging es dann mit denen zum Abschluss noch kurz Pizza essen.
Daheim angekommen, konnte ich dann gleich mal in meinem fast nüchternen Zustand unseren neuen Hausbewohner begrüßen. Da dieser jedoch erst am Mittwoch angefangen hat zu Arbeiten habe ich ihn gleich mal für Montag eingeladen.

Denn am Montag ging es zum Cape Agulhas. Dies ist der südlichste Punkt von Südafrika und somit auch die offizielle Grenze vom Indischen und Atlantischer Ozean. Da dies leider nicht gerade um die Ecke ist musste ich jemand organisieren der uns da hin bringt. Was liegt da näher wie mein Boss?! So haben wir einfach einen kleinen Betriebsausflug zum Cape gemacht. Um die ganze Sache zu beschleunigen durfte ich auch seinen geliebten Mercedes fahren. Das war mal wieder echt schön Auto zu fahren.

Am Dienstagabend habe ich dann einer Podiumsdiskussion zugehört welche die „State-of-the-nation address“ reflektiert. Hier waren Politiker der ANC und der DA vertreten, so wie ein Vertreter der Presse und der NPO (Non-Profit-Organisation) welche dies Veranstaltet hat. Leider hat diese wie üblich zu spät begonnen =). Nach einer recht interessanten Diskussion habe ich dort eine Frau wieder getroffen welche ich am Freitag davor in der Disco kennengelernt habe. Das lustige ist, sie kommt aus Hamburg. Typisch für Südafrika wurde danach auch wieder Snacks serviert. Aber meine Definition von „Snacks“ trifft dort leider nicht zu. Es gab Würstchen, Nachos, Fleischbällchen, Scampies,  Fruchtspiese usw =). Gegen neun Uhr wurde ich dann von meinem Mitbewohner Niels dankenderweise abgeholt, da um diese Zeit nichts mehr mit den öffentlichen Verkehrsmitten geht.

Nachdem mein Boss privat derzeit eine schwierige Situation hat musste ich am nächsten Tag nicht arbeiten. Dafür bin ich in die Stadt gegangen um die letzten Tage noch zu genießen und die letze Geschenke einzukaufen. Abends haben wir dann unsere ehemalige Mitbewohnerin Helena vom Flughafen abgeholt. Von dort aus ging es direkt in das Restaurant „Mama Africa“. Wie der Name schon sagt, ist dies ist ein sehr leckeres afrikanisches Restaurant. Ich habe dort eine gemixte Grillplatte gegessen. So hatte ich Krokodil-, Springbock-, Strauß- und Kudufleisch. Nach einer ausführlichen Geschmacksprobe kann ich Euch sagen dass Springbock echt das beste Fleisch der Platte war. Es aber nun hier zu beschreiben bekomme ich leider nicht hin – probiert es einfach mal =). Danach sind wir dann noch ein wenig Feiern gegangen.

Heute hat mir mein Boss leider wieder abgesagt, so habe ich mich wieder umgezogen um mit dem neuen Mitbewohner und zwei Mädles in die Stadt zu gehen. Nach einem gemeinsamen Essen im „Eastern Food Bazar“ habe ich mich auf den Weg zur Staatsgallerie gemacht. Leider waren hier fast nur Fotos und keine Gemälde So habe ich diese Flux wieder verlassen um mich zum anderen Ende der Stadt zu begeben. Ein letztes Mal wollte ich die V&A Waterfront sehen. Danach habe ich auch ein wenig das WM Stadion angeschaut. Rein konnte ich leider nicht, da morgen U2 hier ein Konzert gibt. Da ich aber in die Sicherheitszone kam (die hat das nicht wirklich gestört) konnte ich ein Blick in das Innere des Stadions und der Bühne werfen.  Danach bin ich zum GreenPoint Park gegangen. Dies ist das gleiche Gelände wo auch die Eröffnungsfeier letzte Woche war. Das ist echt super schön angelegt und hat das Ziel dass die Stadtmenschen nicht die Natur und die Herkunft der Nahrungsmittel vergessen. So gibt es z.B. eine kleine Installation wo darstellt was passiert wenn man Öl ins Wasser kippt. So etwas sollte man in deutschen Großstädten auch haben – dann wüsste auch jeder dass die Kuh nicht lila ist xD
Als ich dann Abends daheim war habe ich mich auch schon ans Kofferpacken gemacht. :( Dies war echt ein sehr trauriger Moment. Zum einen weil ich hier echt eine super schöne Zeit hatte und zum anderen weil ich echt kein Platz mehr im Koffer hatte. Sollte ich als nun für jemand ein Geschenk vergessen haben – ich hatte echt kein Platz mehr – sorry =)

Ja morgen ist dann auch leider schon mein letzter Arbeitstag und auch letzter Abend hier. Das ist für mich echt nicht vorstellbar zu Euch ins Kalte zurück zu kommen! Natürlich kann man nicht still und heimlich gehen, so wird morgen Abend noch einmal richtig gegrillt. Abends gehe ich noch kurz auf die Longstreet feiern bevor es dann am SA morgen um 8 Uhr heißt: Tschüss an alle! Um 10:20 Uhr hebt dann auch schon mein Flieger ab.

Für alle interessierten: Bei „Weit weg – aber doch erreichbar“ findet Ihr ab jetzt auch die Flugdaten zu meinem Heimflug. Ich hoffe mal dass ich den Flug nicht verschlafe und dass ich kein Übergepäck habe. Leider ist das dieses Mal nicht so eindeutig. Nun ja ich halte Euch auf dem Laufenden!

Wie ihr nun sehen könnt, habe ich und werde ich meine letzte Tag bestmöglich nutzen.
Die Bildergalerie habe ich auch ein wenig aufgefüllt – ein Blick lohnt sich wie immer 😉

Habt noch einen schönen Abend,
Liebe Grüße

Kaufi

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Robben Island,Township Tour, …

Februar 8th, 2011 von kaufi

Hallo meine liebe Blogleser,

der letze Blogeintrag ist zwar erst wenige Tage alt, jedoch finde ich ist es Zeit für ein kleines Statusupdate.

Meine Zugfahrt von JoBurg nach Kapstadt wurde noch richtig interessant. Der Zug hat es nämlich hinbekommen auf der Fahrt über 3h Verspätung einzufahren. Diese wurde unter anderem verursacht weil er einfach an deutlich mehr Station angehalten hat wie geplant. Jedoch konnte ich somit schon früher Umsteigen und war auch Glücklich. Daheim angekommen hat bereits ein volles Haus auf mich gewartet. Wir hätten nämlich Besuch von zwei Personen. Zum einen war es die Schwesti von Helena und zum einen der Freund von Nadja. Mit beiden habe ich mich sofort gut verstanden. Somit bin ich am Montag auch nicht zur Arbeit gegangen. Ich habe morgens von zu Hause gearbeitet und bin danach mit den zum Kap der Guten Hoffnung gefahren. Auf der Fahrt haben wir dann mehrere Halts gemacht und konnten somit Robben wie auch Pinguine bewundert. Die Pinguine waren einfach mal total süß!!! Ach ja die Schwesti von Helena (Julia) hat nebenher noch einen gestrandenden Seestern vor dem sicheren Tod durch verdursten/austrocknen gerettet. Als wir schließlich ankamen wurden wir erstmal von vielen Baboons  (eine bestimmte Rasse von Affen) begrüßt. Kurz darauf haben wir dann auch das Schild gesehen dass unser Essen hier nicht sicher wäre. Und tatsächlich haben wir gesehen wie Barboons auf das Auto von einer Familie gesprungen ist weil er Essen gesehen hat.

Der Weg zum Leuchtturm war sehr schön- Wir konnten und gar nicht entscheiden von wo wir nun ein Bild machen sollten, so haben wir einfach viele schöne Bilder gemacht. Jedoch wurde die Aufsteig durch Sturmböen von bis zu 100km/h erschwert, was es aber auch lustiger gemacht hat. Nach einem ausgeprägten Fotoshooting ganz oben ist die Familie Sonntag (Helena+Julia) mit dem Auto zu dem Schild „Cape of Good Hope“ gefahren. Nadja, Ihr Freund Arman und ich haben ein wenig Sportlichkeit bewiesen und sind den Weg gelaufen. Auf dem Weg haben wir einen wunderschönen Strand gesehen. Gerade als Nadja von mir ein Bild auf dem Sandhang zum Strand gemacht hat kam Arman und hat mich umgeworfen =). So haben wir in dem Sand ein wenig „gekämpft“. Ich fühle mich als wie ein kleines Kind. Aber es war sooo lustig =).
Auf dem Rückweg haben wir auf einer Aussichtsplattform den Sonnenuntergang bewundert. Es war also ein super schöner Wochenstart.

Am nächsten Tag hat mich dann wieder die Routine eingeholt. Mein Boss hat mich den genauen Stand der Projekte gesagt und leider war dies nicht gerade erfreulich.  Auch unser Haus hat sich inzwischen ein wenig geleert. Helena und Nadja sind jeweils mit Anhang nun für einige Zeit reisen gegangen. Beide finden es bis jetzt echt super.  Ah und ja zwei „neue“ aus Südafrika sind nun auch da. Aber so neu sind die gar nicht, sie haben hier schon vor mir gewohnt und waren nun über die Ferien daheim. Sie sind auch voll nett und nun werde ich mehr gezwungen Englisch zu reden. Das ist auch gut so.

Letztes Wochenende haben wir dann noch einmal Besuch bekommen. Dieses Mal von einer Freundin von Jana. Um ihr gleich einmal die Stadt zu zeigen sind wir am FR Abend mit Ihr auf die LongStreet feiern gegangen. Was ich euch noch sagen kann, im Club war es echt lustig. An dem Heimweg kann ich mich zwar nicht mehr so genau erinnern aber als wir daheim waren leider schon wieder. Der Abend wurde leider durch einen Übergriff von dem Freund einer neuen Mitbewohnerin aus den Niederlande überschattet. Dieser hat im Wohnzimmer auf dem Sofa geschlafen und gemeint Niels und ich hätten Witze über Schwarze gemacht. Als er dann gegangen ist hat er gemeint Niels und mich auf den Hinterkopf schlagen zu müssen. Glücklicherweise waren Brigitte und Don auch gerade zur Stelle und haben den Herrn dann aus unserem Anwesen begleitet. Am Gate meinte er dann noch dass wir Deutsche eh alle Rassisten wären. Das war natürlich ein super Abschluss. Nun ja er hat nun Hausverbot und unsere Vermieterin hat der Mitbewohnerin nahe gelegt in Zukunft genauer zu überlegen wen sie mit nach Hause bringt – zu recht! Den Samstag habe ich dann überwiegen im Bett/ in meinem Zimmer verbracht =) Ich denke den Grund muss man ja nun nicht weiter erläutern 😉
Am Sonntag habe ich dann Wäsche gewaschen, Zimmer aufgeräumt und alles was man halt so machen muss. Abends war bin ich dann mit ein paar Mitbewohnerinnen und dem Besuch nach Kirstenbosch gegangen. Dies ist ein botanischer Garten in dem im Sommer die legendären „Summer Sunset Concert“ abgehalten werden. Wir haben uns für 9€ Karten für Lira gekauft und dies dann gleich mit einem Picknick verbunden. Man darf hier nämlich alles mit auf in das Konzertgelände nehmen, sich einfach auf den Grasboden sitzen und Essen. Was nicht erlaubt ist, ist Rauchen was ich natürlich sehr super finde. Das Konzert war auch erste Klasse.

Die neue Woche hat mit der Arbeit wie gewohnt angefangen. Jedoch hat mein Boss in letzter Zeit öfters Besuch oder Telefonate morgens, so dass ich eine Mitteilung bekomme dass wir uns erst um 11 Uhr treffen, was ich jetzt nicht soo schlimm finde =). Meinem Boss habe ich wieder Mal von vorne gezeigt wie man eine E-Mail schreibt und nun festgelegt dass ich jeden Morgen eine E-Mail von Ihm mit der Abholzeit erwarte, sonst komme ich einfach nicht zu Arbeit. Anders bekomme ich mein Chef leider nicht dazu an den Computer zu gehen =).

Das letzte Wochenende war es relativ ruhig, da die verbleibenden deutsche Mädels sich aufgemacht haben die berühmte Garden-Route abzufahren. So bin ich mit Niels am SA morgen nach Kapstadt gegangen. Nach dem wir Tickets für ein Rugbyspiel am selben Abend abgeholt haben ist er auf den Greenmarket Square gegangen um ein wenig zu shoppen  und ich habe die berühmte Gefängnisinsel „Robben Island“ besucht. Dies war bis Ende der Apartheid ein Staatsgefängnis und wurde zuletzt dazu verwendet um politische Gegner wie Nelson Mandela weg zu sperren. Es ist also auch ein Hochsicherheitsgefängnis mit einer sehr traurigen Geschichte aber auch einen faszinierenden Blick auch Kapstadt. Unsere TourGuides waren alle ehemalige Gefangene auf der Insel und leben heute wieder auf der Insel, jedoch in Unterkünfte für TourGuides und nicht in Zellen =). Es ist echt krass wie so ein Gefängniss aussieht. Ein TourGuide hat uns erzählt wie es sehnsüchtig seine Frau erwartet hat die in einer 27h Reise mit dem Zug von JoBurg angereist ist. Jedoch wurde Ihm erzählt dass die Frau nicht ins Gefängnis kommen wollte und der Frau, welche bereits vor dem Gefängnis war wurde gesagt dass der Ehemann nicht rauskommen möchte. Das ist doch mal gemein oder?!

30 Minuten bevor das Rugbyspiel angefangen hat war ich dann wieder zurück auf dem Festland und Niels hat mich abgeholt um zum Rugbyspiel zu fahren. 10 Minuten nach Spielbeginn konnten wir dann ein zunächst eher langweiliges Spiel live verfolgen. Langweilig darum, weil das Spiel sich eher auf der gegnerischen Hälfte stattgefunden hat und unsere Heimmannschaft DHL Stormers zur Halbzeit 3 zu 10 hinten lag. Die zweite Halbzeit wurde durch ein Drei-Punkte Speilzug von den Gegner eingleitet und so  stand es schließlich 3 zu 13. In den letzten fünf Minuten wurden die Stormers schließlich sehr aggressiv und so konnten sie es noch zu einem 17 zu 13 schaffen. Sehr spannende fünf Minuten kann ich Euch sagen =).
Am Sonntag habe ich mit Niels dann eine Township-Tour (ein Township ist eine Art Slum) durch ein Township nahe HoutBay gemacht. Das besondere an HoutBay ist, dieses TownShip ist unmittelbarer Nähe zu einigen Luxus Villen. Geführt wurde die Tour von einem einheimischen welcher sich sehr für das Township einsetzt.  So wurde 2005 mehrere Hundert Häuser errichtet, worüber die einheimische Sichtbar dankbar sind. In dem Township ist es sehr vielfältig. Zum einen gibt es die modernen Häuser mit Dusche und Warmwasser zugleich gibt es aber auch die bekannten Metall-Bleck-Baracken welche sich bis zu drei Familien teilen. Naturgemäß gibt es dort weniger Betten wie Bewohner und Zimmer gibt es auch nicht. Also Privatsphäre ist nicht (trotzdem haben diese Personen oft viele Kinder). Was mich allerdings sehr gewundert hat, dass in dieser kleinen Hütte halt mal zwei Fernseher stehen. In der Hütte war es auch sehr warum, was jedoch durch das sinnlose Laufen der Röhrenfernseher verstärkt wurde =). Die Toiletten müssen sich bis zu 15 auf eine Toilette teilen. Duschen gibt es gar nicht. Das Wasser wird übrigens von der Regierung kostenlos zur Verfügung gestellt.  Bei den Bewohner gibt es auch komplett verschiedene Arten. Die Einen freuen sich wenn man kommt und möchten einem zeigen wie toll man sein zu Hause hergerichtet hat. Immer das Bestmögliche aus der Situation. Andere jedoch pflegen das Haus/Hütte nicht und sehen auch so aus. Es kam öfters vor das uns Anwohner in einem hübschen Anzug entgegen kamen.  In dem Township selbst versucht man viel für die Bewohner zu tun. So gibt es Kindertagesstätten in denen sie nachd er Schule oder an schulfreien Tagen Betreut werden. Es gibt auch eine Schule welche von Deutschen gebaut und immer noch unterhalten werden. Diese war echt super!
Auch haben wir einen Einblick in einen „Supermarkt“ und einen Pub bekommen. Pubs gibt es in diesem Township über 60. Es wohnen jedoch auch 90 000 Personen ungefähr in diesem kleinen Gebiet. In der Bar werden jedoch nur große (750ml) Flaschen Bier verkauft. Diese kosten ca. R7 (70 Cent). Kondome gibt es dort übrigens Massenweise und umsonst. Dies liegt daran dass HIV und anderen Säuchen ein riesen Problem sind. Die zweite große Gefahr ist übrigens das Feuer wenn es nachts im Winter kalt wird und die Leute mit Gas heißen. Wenn man sich die Bilder von dem Township anschaut weiß man auch warum. Bei einer solchen dichten Besiedlung ist man Feuer machtlos ausgesetzt. Gegen Ende wurden wir noch in das Gemeindezentrum geführt wo gerade die Registrierung zur Wahl stattfinden. Die Wahlbeteiligung ist übrigens relativ hoch. Von ca. 90 000 Personen gehen 60 000 zur Wahl. Natürlich waren auch repräsentative Personen der ANC Partei vor Ort. ANC ist die Partei welcher auch Nelson Mandela angehört und gerade die Regierung stellt. Jedoch muss man sagen dass der aktueller Präsident Zuma einen an der Klatsche hat. Zuerst sagt er wenn man Duscht kann sich HIV abschaffen (nach dem er mit einer HIV positiven Prostituierten geschlafen hat) zum anderen hat er vor kurzem gesagt wenn man die ANC wählt kommt man in den Himmel, wenn man eine andere Partei wählt trifft man den Teufel. Das ist doch der Hammer?! Der Mann gehört ins Gefängnis wenn man mich fragt!  Zum Schluss haben wir die örtliche Rettungswache besucht. Der Krankenwagen war zu meiner Überraschung sehr gut ausgerüstet. Die Spritzen, welche Übrigens von der Regierung kostenlos zur Verfügung gestellt werden, sind von B.Braun. Das ist ein deutscher Hersteller der auch das RoteKreuz Rems-Murr-Kreis beliefert. Das Alleinstellungsmerkmal dieser Rettungswache ist übrigens dass sie ihren Service umsonst anbieten.

Naja Abends waren wir übrigens immer zu Hause. All meine Mitbewohner waren zu Müde zum Weggehen und alleine ist es einfach zu gefährlich. Doch heute sind die Mädels von der Garden Route zurück gekommen so wird das wohl auch nicht mehr vorkommen =).

Diese Woche ist übrigens ein relative große Veranstaltung der Regierung. Es ist „State-of-the-Nation“ Address.  Dort werden die geladene Gäste von verschiedenen Politiker und Journalisten über die Lage von Südafrika informiert. Dies wird auch im Fernsehen übertragen. Da mein Chef den Bürgermeister von Kapstadt kennt hat er natürlich auch eine Einladung bekommen und nimmt mich mit. Da bin ich ja nun echt mal gespannt wie was wird – ich halte Euch auf dem Laufenden.

Nun ja meine Zeit in Kapstadt geht langsam aber auch sicher zu Ende. Es ist echt sehr traurig dass ich schon wieder diese schöne Stadt verlassen muss. Doch typisch Kaufi habe ich den Tag wenn ich an Deutschland ankomme schon vollständig verplant. Nun hoffe ich mal nicht all zu müde und ohne Jetlag anzukommen =)

Wie einige von Euch sicherlich auch schon bemerkt habe, gibt es in meinem Blog nun eine neue Funktion. Unter jeden Titel steht nun immer „Übersetzten“. Damit kann der Beitrag in eine beliebige Sprache mit Hilfe von Google Translator übersetzt werden. Erwartet aber bitte keine super tolle Übersetzung =). Gemacht habe ich das Das für die Freunde aus Australien und Südafrika. An dieser Stelle ein „Hallo“ an alle ausländische Gäste und danke für’s Blog lesen.

Es lohnt sich auch wieder einen Blick in das „Südafrika“ Album so wie das darin enthaltene „Private Bilder“ Album in meiner Gallery zu werfen. Es Warten über 70 neue Bilder auf Euch =). Vergesst bitte nicht, dass ihr für die „Private Bilder“ ein Kennwort eingeben müsst. Solltet Ihr es nicht mehr wissen meldet Euch einfach.

So weit so gut erstmal, ich wünsche Euch dann noch einen schönen Tag und danke auch Euch für’s lesen!

Ganz liebe Grüße aus einer wundervollen Stadt.

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Dumela (Setswana=Hallo)

Januar 23rd, 2011 von kaufi

Am Samstagmorgen vor 2 Wochen hat mich ein Mitbewohner zum Flughafen gebracht. Gegen 12:30 Uhr kam ich dann am Flughafen in den VicFalls an. Der Fughafen ist ungefähr genau so groß wie der auf Koh Samui in Thailand. Nur ein kleineres Häuschen und eine Handvoll angestellten. Computer habe ich nur einen gesehen. Bei der Einreise musste ich erstmal ein Visum für Simbabwe beantragen. Als deutscher zahlt man nur 30US$. Kommt man jedoch aus Kanada muss man ganze 75US$ berappen.
In einem Minibus ging es dann zu unserem Campingplatz. In der erste Nacht habe ich sogar ein richtiges Bett in einem dauerhaften Zelt gehabt. Das war Luxus =). Abends war dann ein Predepature-Meeting. Leider hat dieses Meeting mehr Fragen aufgebracht wie gelöst und so sind ein paar von unserer Gruppe an die Bar gegangen um mit ein wenig Alkohol das Meeting zu verdauen. Nach dem die Meisten im Bett waren bin ich mit einem anderen aus der Gruppe zum nahegelegenes Hostel gelaufen. Dort war dann richtig Party angesagt und ein WhiskyCola kostete gerade mal 3US$. Am nächsten Morgen habe ich nach dem Frühstück mir die Stadt VicFalls angeschaut. Meine Mission war Geld abzuheben. Doch das ist gar nicht so einfach, denn von den circa 8 Geldautomaten ging nur ein einziger. Nach dem ich mich mit US$ bewaffnet habe bin ich shoppen gegangen. Der Supermarkt war jedoch echt runtergekommen und unorganisiert. Als ich mir Wasser kaufen wollte, fiel mir auf dass ein paar Wasserflaschen undicht waren. Ich weiß nicht warum aber auf jeden Fall ist das nicht „standart“. Danach habe ich mich dann auf den Weg zum Victoria Falls National Park gemacht. Natürlich kostet das auch Eintritt (30US$) bezahlen. Die Victoria Fälle sind echt atemberaubend. Jedoch muss man Regenkleidung mitbringen, denn auf Grund der Wasserfälle kommt es einen so vor dass es dort Regnet. Jedoch habe ich natürlich das Los gezogen und bei mir hat es wirklich geregnet. Nun weiß ich wenigstens warum ich meine Regenjacke mit nach Afrika genommen habe =)
Abends bin sind dann ein paar aus unserer Gruppe essen gegangen. Dort habe ich das erste Mal Krokodil gegessen. Ich muss echt sagen, dass ist ein sehr gutes Fleisch.
Am nächsten Morgen ging es dann nach Botswana. Am Grenzübergang muss man erstmal durch ein Säurebad laufen und seine Schuhe desinfizieren. Diese Kontrollen haben sich durch komplett Botswana durchgezogen. Auch ist es nicht erlaubt Fleisch zu transportieren, so haben wir dann die Kühlbox mit Fleisch versteck. Nach ca. 7h fahrt sind wir dann am Chobe Nationalpark angekommen. Mittags ging es dann zu einem GameDrive. Ein GameDrive ist eine Fahrt mit einem Allrad-Fahrzeug durch den NP. Hier habe ich u.a. viele Affen und Elefanten gesehen. Sobald ich dazu komme werde ich euch ein lustiges Video bereitstellen =). Abends sind wir dann mit einem Boot auf den Chobe River gefahren. Interesannt ist, dies ist einer der wenigen Orte auf der Welt wo sich vier Länder treffen: Namibi, Südafrika, Botswana, Simbabwe. Abends habe ich mich dann noch ein wenig mit ein paar aus der Gruppe unterhalten. Hier muss ich schon sagen, dass wir nicht gerade die aktivste Gruppe waren. Die meisten gingen schon relativ früh ins Bett. Ein Teil der Gruppe ist schon seit Ende 2009 unterwegs und mir wurde geflüstert dass dies ein äußerst ruhiges Sylvester gewesen sein muss da manche schon vor 12 Uhr ins Bett gegangen sind.  Langsam habe ich auch einen Überblick der Teilnehmer bekommen und durfte Feststellen dass 80% aus Australien sind. Von den 27 Teilnehmer waren es circa acht Lehrer und sieben in Medizinsektor tätig.
Am nächsten morgen ging dann die Reise auch schon wieder weiter ins 5h entfernte Okavango Delta. Jedoch war aber der „Ausflug“ ins Delta nicht im Preis mit drin, so mussten wir noch einmal 140US$ extra bezahlen. Der Ausflug dauert 2 Nächte und führt uns mitten ins Herz vom OkavangoDelta. Nach einer kleinen Shoppingrunde in Maun sind wir endlich am CampingPlatz angekommen. Mit uns ist allerdings auch der Regen angekommen. Es gibt nichts tolleres im Regen zu Campen oder versuchen im Regen seine Wäsche zu trocken. Am darauffolgenden Morgen wurden wir dann mit einem Jeep abgeholt und zum Ufergefahren. Von dort aus ging es mit kleinen Kanus (Monkulus auch genannt) mitten ins Delta zu einem CampingPlatz. Wobei es sich hier nur um eine Stelle ohne Bäume handelte, mehr nicht :D. Dusche gibt es natürlich keine und für die Toilette wurde ein Loch gegraben (welche ich jedoch nicht benutzen musste*jippi*). Mittags haben wir Freizeit und konnten versuchen mit den Kanus zu fahren oder ein wenig zu schwimmen. Nachts war das Schwimmen strikt verboten da Nachts das Wasser den Hippos und Krokodilen gehört. Abends sind wir dann drei Stunden durch das Delta gelaufen und haben versucht Tiere zu finden. Das Problem ist jedoch dass der Regen uns verfolgt hat und das Gras sehr hoch war. So haben wir außer ein paar Frösche und Elefanten nicht viel zu sehen bekommen. Bis wir zurück kamen war das Abendessen fast fertig. Was mich allerdings sehr gestört hat, dass das Team welches uns durch das Delta führt (ca. 10 Personen) nicht mitessen durften. Dies hat ein paar von uns so gestört dass wir unsere Portion mit den geteilt haben. Abends habe ich dan mit ein paar den Alkoholvorrat mit Erfolg veringert. Am nächsten Morgen hieß es um halb 6 aufstehen zu einem „Guten Morgen“ Spaziergang durch das Delta. Dieses Mal wieder ohne größeren Erfolg. Mittags gab es dann Brunch und Lunch. Abends sind wir dann mit den Kanus zu einem kleinen Ausflug auf den Wasser gefahren. Das war echt lustig. Bis wir dann zurück kamen war dass Abendessen wieder fertig. Doch hier wieder die gleiche Situation, die Weißen (wir Touristen) durften essen, die Schwarzen (Tourguides) nicht. Nach dem Abendessen gab es dann eine kleine Tanzeinlage von den Tourguides. Das war echt lustig. Am nächsten Morgen hätten wir dann noch einmal an einem Spaziergang teilnehmen können. Da es aber geregnet hatte, habe ich mich dann doch lieber für das schlafen entschieden. Danach hieß es dann alles zusammenpacken und zurück zum richtigen CampingPlatz. Nach einer großen Verabschiedung an der Bootstation hat unser Tourguide noch Freigetränke verteilt. Angekommen am CampingPlatz bin ich erstmal auf dem schnellsten Weg Richtung Toilette gelaufen. Man lernt diese einfache Dinge nun wieder mehr zu schätzen =).

Am nächsten Morgen ging es dann in Richtung KrugerPark. Da dieser aber mehrere hundert Kilometer entfernt ist, haben wir unterwegs zwei Mal übernachtet. Bei dem ersten CampingPlatz gab es sogar WLAN, nur wusste der Typ von der Bar nicht so wirlich wie es geht. Für umgerechnet 2€ habe ich dann die Zugangsdaten vom Internetprovider abgekauft und konnte surfen. Abends haben wir dann richtig die Sau rausgelassen =). Leider wurde jedoch der Abend von perversen Männern um die 50, welche sich versucht haben mit den Frauen (zwischen 20-23 Jahre) ins Bett zu steigen überschattet. Ach und was ganz was neues: Es hat geregnet. Dort der Weg aber zu meinem Zelt extrem Matschig war habe ich mich sehr über ein Aysl von drei Frauen aus unserer Gruppe gefreut die sich ein Bungalow gegönnt habe und so konnte ich sogar in einem Bett schlafen.
Am nächsten Morgen hieß es dann aber wieder um 5 Uhr aufstehen und um 6 Uhr haben wir den CampingPlatz verlasen.
Nach einigen Stunden Autofahrt haben dann die Grenze zu Südafrika überschritten. Nun habe ich mich schon ein wenig wieder wie Zuhause gefühlt =). Wenig später kamen wir dann bei einem relativ luxeriösen Campingplatz an. Dieser hatte eine Waschmaschine, TV-Raum, Pool und auch eine Minigolfanlage. Doch leider haben wir den Campingplatz erst spät erreicht und so war keine Zeit mehr für Minigolf. Auch gab es an diesem Abend eine kleine Diskussion mit unserem Tourguide. Er hatte gefragt wie der Tag war und ich habe ehrlich geantwortet: Doof, weil wir 4h später am Campingplatz angekommen sind . Dies hat unser Tourguide auch nach mehreren Erklärungsversuchen von verschiedenen Personen leider nicht ganz verstanden. Abends sind dann noch ein paar am Feuer gesessen und bald ging es auch ins Bett. Dieses Mal zum Glück ohne Regen. Am nächsten Morgen sind wir dann am Bushcamp in der Nähe vom KrugerPark angekommen. Leider hat es auch dort die Tage so stark geregnet dass wir nicht ins Bushcamp rutnerfahren konnten und haben erstmal oben geparkt. Doch auch dort war es bereits zu matschig und so ist unser 11Tonner erstmal festgesteckt. Leider war die Hilfsbereitschaft der Teilnehmer nicht mit dem der Südafrikaner zu vergleichen. So hat sich außer mir keiner dazu bemüht unseren Guides zu helfen. Sie haben nur zugeschaut. Abends ging es dann zu einem Night-GameDrive. Ausgestattet mit Regenjacke und Suchscheinwerfen haben wir uns dann auf die Suche nach Tieren gemacht. Danach haben wir dann Abendgegessen und ein wenig an der Bar getrunken. Das Bushcamp war wirklich super gemacht. Doch der Inhaber war mir äußert unsympatisch nach dem er zu mir gesagt sagt hat dass er die Deutschen nicht leiden kann obwohl er wusste das ich deutscher bin.  Den kompletten darauffolgenden Tag haben wir dann im KrugerPark verbracht und jede Menge Tiere gesehen: Giraffen, Zebras, Elefanten, … . Abends gab es dann ein leckeres Abschiedsessen und die Meisten sind mit unserem Tourguide in den besten, auch einzigen, Pub gezogen. Jedoch waren die meisten, was neues, schon um 11 Uhr wieder im Bett so habe ich dann noch mit einer Australierin einige Zeit geplaudert. So wurde ich mehrere Mal nun nach Australien eingeladen =). Mal schauen wann ich das Geld & Zeit dazu habe.

Am letzten Morgen der Safari ging es dann nach zurück nach Jo’Burg. Jedoch nicht ohne zuvor ein Gruppenbild zu machen. Das Gruppenbild habe ich dann ein wenig auf der Fahrt mit Photoshop bearbeitet und ausgedruckt. Nach dem jeder das Bild signiert hat haben wir es den Tourguides als Abschiedsgeschenk überreicht. Sie waren sichtlich überrascht und haben sich gefreut =). Am Airport hier es dann für die ersten „GoodBye“.
Nach weiteren 30 Minuten fahrt sind wir am RITZ Backpackers angekommen. Nicht gerade eine noble Unterkunft aber in einem sicheren Viertel und sehr liebe Mitarbeiter. Nach einem erfolglosen Shoppingversuch ging es Abends mit dem Rest der Gruppe Essen. Ich denke an diesem Abend war außer den Tourguides jeder ein wenig Angeheitert. Auch die ältesten unsere Grouppe (62 Jahre) hatten ihren Spaß und haben sich von einer ganz anderen. Angetrunkenen, Seite gezeigt.  Da ich mit ein paar noch danach ein wenig Feiern wollte habe ich den Plan zu einem Freund zu gehen spontan geändert und wieder Asyl bei einem im Zimmer bekommen, jedoch ohne dass jemand von den Backpackers was wusste. Am nächsten Morgen sind drei Freundinnen und ich zum LionsPark gegangen. Wir wollten endlich mal Löwen und Giraffen aus nächster Nähe sehen. Unser Tourguide kennt einen „Taxifahrer“ aus Jo’Burg welcher uns dann den halben Tag begleidet hat. Danach habe ich dann einen Freund angerufen, welchen ich vom Rafting kennengelernt habe. So hieß es zwei Stunden später auch für mich „Tschüss“ zu allen den neuen Freunde sagen. Nach David, der Freund vom OrangeRiver abgeholt hat durfte ich zwei Tage bei Ihm wohnen. Nach einem Besuch im Supermarkt haben wir Abends gegrillt. Zwei weitere Freunde, die auch beim Raften dabei waren, sind dazu gekommen. Um 11 Uhr war ich dann Stein müde und bin ins Bett gegangen. Am nächsten Morgen hat die Haushälterin meine Wäsche gewaschen, das ist wirklich Luxus =). Nach einem Frühstück wollt mir David eigentlich Jo’Burg zeigen. Jedoch wurde dieser Plan durch einen Serverausfall gekreuzt und so hat er mich zu nächsten Zugstation gebracht. Diese neu gebaute  Zugtrasse sollte eigentlich bis zur WM komplett fertigstellt sein. Jedoch kann man bis jetzt nur vom Flughafen bis nach Sandton fahren. Dies ist wirklich noble Ecke von Johannesburg. Dieser Zug macht auch wirklich einen sehr guten und soliden Eindruck. Dies liegt vielleicht auch daran dass sich in dem Zug mehr Sicherheitspersonal wie Passagiere befinden =).
Nach dem ich mir den Nelson-Mandela Platz angeschaut habe und für meinen Notebook eine SIM-Karte für UMTS zugelegt habe (1€^^) habe ich dann den Freund von meinem Tourguide angerufen und mich gebeten nach Newtown zu fahren. Ganz nach südafrikanischem Standard kam dieser auch circa eine Stunde später. So haben wir erstmal die Nelson-Mandela-Brücke gekreuzt. Danach habe ich mir dann das Africa-Musuem angeschaut. Von dort aus wollte ich schließlich Jo’Burg ein wenig erkunden und bin von Newtown durch Downtown nach Hilbrow gelaufen. Dort befindet sich der Constition-Hill. Dies ist u.a. eine ehemaliges und berüchtigtes Gefängnis. Leider ist der letzte Einlass 16 Uhr und es war bereits kurz nach 16 Uhr. Doch der SecurityMann hat mich dann ins Museum geführt und gemeinte: „Schau es ist zu“. Dies habe ich bestätigt und dann in Ruhe das Museum angeschaut. Nach circa einer Stunde habe ich dann das Museum verlassen und dem Mann 10 Rand gegeben.(Der Eintritt ist normal 15 Rand) :D.
Danach wollte ich dann Johannesburg von oben sehen und habe mich auf dem Weg zum „Top of Africa“ gemacht. Um eine Orientierungshilfe zu bekomme habe ich eine Polizeistreife nach dem Weg gefragt. Diese war jedoch nicht wirklich eine Hilfe und ich sollte einfach ein Mini-Bus (auch einfach Taxi genannt) nehmen. Leider gilt dieses Verkehrsmittel als äußert Gefährlich in Jo‘Burg. Also habe ich mich dann für den Fußweg entschieden und habe auch den Weg gefunden. Nach einem 30-minütigen Fußmarsch habe ich das Gebäude auch erreicht, jedoch habe ich noch einmal 15 Minuten gebraucht um den richtigen Aufzug zu finden =). Als Resümee muss ich jedoch gestehen dass Johannesburg als Stadt mir überhaupt nicht zusagt. Zu dreckig, stinkig, man fühlt sich unsicher. Dies ist auch der Grund warum ich für Euch keine Bilder aus der Innenstadt habe. Später habe ich mein Taxifahrer wieder angerufen um mich zur Zugstation zu bringen. Auch dieses Mal war er fast pünktlich und so habe bin ich pünktlich an der Zugstation angekommen. Leider ist mir im Zug jedoch aufgefallen dass mein 8€-Handy weg ist. Der Wert des Handys ist nicht das Problem, sondern die Rufnummern und ich muss David anrufen, damit er mich abholt. Glücklicherweise hatte ich noch die Handynummer von David in meinem Geldbeutel und konnte mit dem Handy von einem der Sicherheitsdamen David anrufen.

Als ich David von meinem Tag erzählt habe, meinte er des öfteren dass ich sehr viel Glück hatte nicht ausgeraubt zu worden zu sein, denn Hilbrow ist der gefährlichste Ort von Jo’Burg. Das gleiche durfte ich dann auch von seiner Mutter und von seiner Schwester anhören =). Abend gab es dann Cottage Pie, eine sehr leckere südafrikanische Spezialität welche unserer Lasagne ähnelt.
Nach dem essen haben wir dann SAW 7 angeschaut und ich habe die neue SIM-Karte in mein Laptop eingebaut und ein wenig gesurft.

Ach ja: Mein Handy habe ich übrigens in dem Taxi liegen lassen und der Taxifahrer hat es mir am späteren Abend wieder gebracht.

Am nächsten Morgen sind wir: David, seine Schwester und ich, ins Apartheidmuseum gegangen. Dies hat er glaube ich wirklich nur mir zu liebe getan, dass äußert wenige Weiße zu den Besuchern gehören  und ich glaube er hat sich auch nicht so wirklich wohlgefühlt. Da wir aber wieder ca. eine Stunde zu spät waren haben wir das Museum zügig angeschaut und danach ging es dann für mich zum Bahnhof. Ich hatte eine 27h Zugfahrt vor mir. Das Zugpersonal ist leider ein wenig unhöflich und unorganisiert. So wurden wir erstmal ins falsche Abteil geschickt. Schließlich waren wir dann 3 Personen in dem 5m² Abteil, und das obwohl noch einige Abteile leer waren. Nach 6h (nun hatten wir bereits 1h Verspätung) ist ein weiterer Zuggast zu uns gekommen so dass wir nun vier waren. Abends bin ich mit Ihm dann ins BoardRestaurant und habe für umgerechnet 3 €  ein Steck mit Pommes und Salat gegessen. Leider gab es keine Teller und nur Plastikgeschirr. Anders ist auch, damm man die Türen des Zuges einfach während der Fahrt öffnen kann. Man wird jedoch über ein Schild darauf hingewiesen dass dies gefährlich ist. Zum Schlafen bin ich jedoch nicht in ein anderes Abteil. Dieses habe ich einfach mit einer kleinen Zange von meinem Taschenmesser  =).

So weit so gut, Ich hoffe Euch mit diesem Roman nicht gelangweilt zu haben und wünsche Euch noch einen schönen Tag.

In meiner Galerie unter „Südafrika“ findet Ihr ausgewählte Bilder der Safari. Sobald es meine Internetverbindung erlaubt werde ich alle meine Bilder hochladen. Das Kennwort wird „Gift“ (so hieß unter Tourguide) lauten.

Ganz liebe Grüße aus dem Shosholoza Meyl Zug,

Kaufi

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Zu Gast bei Fremden

Januar 8th, 2011 von kaufi

Hallo zusammen,

morgen geht es auf große Reise für mich. Ich werde um 7 Uhr abheben und zu den Victoriafälle fliegen. Dort startet dann die gebuchte Overland-Safari. Leider habe ich noch nicht einmal gepackt aber das hat auch noch ganze sechs Stunden =). Also nun die perfekte Zeit für einen Blogeintrag.

Über Sylvester habe ich mein „zu Hause“ verlassen und bin mit einem Shuttle in Richtung Namibia gefahren. Genauer gesagt zum Basecamp der Umkulu Safari. Dies befindet sich in der Nähe von Namibia und mitten im nirgendwo.  Wenige km entfernet findet man 2 Telefonzellen aber mehr ist dort auch nicht. Gebucht habe ich ein RaftringTrip auf dem OrangeRiver. Der OrangeRiver verläuft genau zwischen Südafrika und Namibia. Da wir jedoch auf der Namibischen Seite den Fluss verlassen mussten wir einen kleinen Trick anwenden um später Namibia wieder verlassen zu können. Wir sind aus Südafrika ausgereist und in Namibia eingereist. Danach haben wir Namibia verlassen und wieder nach Südafrika gefahren, jedoch ohne offiziell einzureisen. Doch die Kontrollen sind echt nervig. Man muss sich zwei Mal anstellen. Einmal bei der Einwanderungsbehörde und danach noch mal bei der Polizei. Nun die gute Nachricht, ich werde nicht von Interpol gesucht =). Als wir nach der ganzen Prozedur am Basecamp angekommen sind haben wir uns erstmal auf ein kühles Bier gefreut. Immerhin hatte es in der Wüste gute 42°C. Schnell hat man sich mit den anderen Tour Teilnehmer angefreundet. Bereits am ersten Abend hat mir ein Ehepaar ihre Hilfe angeboten falls ich während meinem Aufenthalt in Johannesburg mal Hilfe brauche. Nach einem kurzen Breefing in Raften und einem gelungen Grillabend musste wir auch alle schon um 11 Uhr schlafen gehen, da die Bar zugemacht habe. Da ich bei dem Grillabend eine Clique in meinem Alter kennengelernt habe durfte ich sofort auch bei denen an der Wasserpfeife mitrauchen und auch bei denen campen.  Gecampt wird übrigens ohne Zelt, einfach unter freiem Himmel. Für jemand mit Isomatte und Schlafsack auch gar keine schwere Aufgabe. Doch unter den ganzen Einheimischen gab‘s es außer mit noch eine Ausländerin, auch eine Deutsche. Diese hat jedoch die Packliste nicht gelesen oder was auch immer, jedoch kam sie nicht ganz vorbereitet =). Es fehlten so unwichtige Sachen wie Schlafsack, Isomatte, Taschenlampe, FlipFlop, ….

Am nächsten Morgen ging es dann auch schon auf’s Wasser. Gepaddelt wurde immer im zweier Team. Ich teilte das Boot mit anderen Deutschen, welche jedoch nicht immer ganz so paddelfreudig war. Mittags wurde dann ein kleiner Lunch zubereitet und Abends wurde richtig gekocht. Meistens gab es auch noch einen Kuchen o.ä. als Nachspeise. Zubereitet wurde alles auf offener Flamme. Echt krass was unsere beiden Tourguides da zubereitet haben. Auf unserem Raftingweg gab es übrigens auch vier Schnellen. Eine davon war echt super stark. Macht echt viel Spaß dadurch zu fahren. Um aber die Schnellen hautnaher zu erleben durften wir danach immer durch die schwimmen. Um zu erfahren wie viel Kraft die Störung hat, haben wir immer versucht von einer Seite zu anderen zu schwimmen. Ist echt krass wie stark die Strömungen sind. Nach dem wir an dem Campingplatz (also eine freie Wiese^^) hat unser Tourguide ein Trinkspiel eingeführt. Es heißt „5 und 7“. Man zählt durch und darf weder 5 und 7, so wie Multiplikatoren davon sagen. Anstatt der entsprechenden Zahl muss man einen Satz sagen und die Richtung ändert sich. Macht man einen Fehler muss man etwas trinken. Wir hatten südafrikanischen Wein im Angebot. Jedoch wollte auch das jüngere Kind (14 Jahre) einer Familie mitspielen. Für unseren Tourguide kein Problem, der Vater kann ja für das Kind trinken. Doch von wegen, der sonst eher konservative Vater meinte jedoch: wer mitspielt muss auch trinken können. So musste der vierzehnjährige durchaus ein paar Mal trinken, weshalb ihm es am nächsten Morgen nicht sooo toll ging =)Da sag noch einmal einer „Eltern haften für Ihre Kinder“ =)

Auch sonst habe ich auf dem Trip viele nette Leute getroffen. Eine andere Gruppe war auch aus Johannesburg. Die waren echt voll nett! Da gibt es ein paar, die arbeiten bei der Nedbank. Das ist die teuerste Bank in Südafrika. Sie arbeitet gerade noch in der Administration, wird aber demnächst ein duales Stidum anfangen und ihr Freund ist für die IT Sicherheit zuständig. Ein anderer von denen freier Softwareentwickler. Wie man sich nun vorstellen kann, habe ich mit mit denen super verstanden. Habt ihr eigentlich gewusst dass die Banken hier extrem Hohe kosten verlangen. Teilweise zahlt man hier 60€ oder mehr pro Monat für das Konto, da Geldabheben, Einzahlen, .. alles extra kostet. Des Weiteren hab die extrem hohe Zinsen bei Krediten. Mein Chef muss z.B. 30% Zinsen zahlen. Das ist doch echt mal verrückt oder?!

Sylvester war dann echt super! Es war ne Party mit circa 150 Personen in der Wüste. Unser Tourguide hat uns zum Abschied einen CoolerBox voller Mochito gesponsert. Dies hat die Party gleich viel billiger gemacht. Habe auch viele Leute getroffen die entweder Deutsch sprechen oder schon einmal in Deutschland waren. Echt verrückt.
Am nächsten Tag ging es auch schon wieder auf den Heimweg. Jedoch habe ich dieses Mal nicht den Shuttle gewählt sondern bin ich mit der Clique aus Kapstadt nach Hause gefahren. Die hatten in ihrem Auto nach einen Platz frei.  Jedoch sind wir nicht direkt nach Hause gefahren sondern haben eine Nacht bei der Tante von einem der Freunde übernachtet. Das war echt super interessant. Das war ein kleines Dorf mitten in der Wüste. Außer Weintrauben gibt es hier nichts. Auch sonst ist der Ort nicht groß Entwickelt. Die örtliche Schule sieht eher aus wie ein leer stehendes kleines Mehrfamilienhaus und es gibt zwei Ortsteile. Einen für Weiße und einen für die anderen. Mir wurde gesagt dass die Supermärkte bis vor einem Jahr hier noch zwei Eingänge hatten. Für Weiße und Schwarze. Der Onkel hat jedoch bei der südafrikanischen Telkom gearbeitet und dies war seit Wochen meine erste Begegnung mit schnellem Internet. Echt verrückt – mitten in der Wüste.
War aber in der Tat ein komisches Gefühl bei Personen zu Gast zu sein, wo man nur den Neffen flüchtg kennt. Irgendwie „zu Gast bei Fremden“. Doch die waren alle echt super nett und ich kam mir so vor ob ich schon lange ein Teil von dem Freundeskreis wäre. Echt super!

Was aber in den Tagen auch auffällig war, wie oft ich auf das Thema 2. Weltkrieg und Hitler angesprochen wurde. Meistens aus Interesse oder weil jemand halt einen Witz gerissen hat der naja nicht so wirklich witzig war. Es gabt Leute die gerade mal mit den Namen Hitler was anfangen konnten, aber auch welche die schon zwei Mal im KZ waren und wirklich gut Bescheid wussten.

Sonst mache ich mit meine Chef langsam fortschritte. Nun weißt es wie er in Zukunft Geld verdienen möchte. Das beruhigt mich schon ein wenig =) Für mich heißt das aber Arbeit. Ein Newslettersystem, zwei Website usw =)
Aber nun habe ich es geschafft seinen Blackberry zu aktivieren. Wirklich glaubt mir, die Servicewüste Deutschland ist Luxus dagegen =) Nach zig besuchen im Handyladen gab jemand der breit war das BB zu aktivieren. Die anderen hatten einfach keine Ahnung, schon iwie traurig.

Heute wollte ich dann noch ein wenig Geld wechseln, da ich für meinen Trip morgen US$ benötige. Da ich, typisch Daniel, zu spät dran war hatte nur ein Wechselbüro offen. Nach dem ich den Betrag in Rand wusste wollte ich an den Geldautomat und die entsprechende Summe abheben. Doch nach dem  Einstecken der Karte hat sich das dumme Geärt einfach aufgehängt und ist eingefroren. Freitagabends um 18 Uhr, wenn niemand mehr arbeitet normal =). Da ich meine Karte in dem Automat war, welcher eingefroren ist, konnte ich den Geldautmathalle auch nicht verlassen um dem Wechselbüro Bescheid zugeben. Daraufhin habe ich einen Mann im Anzug gefragt ob er nicht für mich kurz Bescheid geben könnte. Dies hat er auch sofort gemacht und kam dann wieder zurück. Mittlerweile habe ich auch die Bank angerufen, doch nach 8 Minuten (von 4 Minuten Warteschleife) war mein Geld weg und das Telefonat beendet. Daraufhin hat der Mann für mich bei der Bank angerufen und hat versucht die richtige Telefonnummer rauszufinden. Doch kann man ihm trauen?! Da kam zum Glück ein weiterer Mann in die Halle. Dies war ein Geschäftspartner von meinem Boss. Nachdem ich ihm die Situation erklärt habe, habe ich gefragt ob er ihn kennt und ob ich ihm Vertrauen kann. Daraufhin meinte er Blos, ja klar. Er schafft im selben Gebäude wie wir und ist Rechtsanwalt. Um sicher zu gehen dass ich an meine Kreditkarte komme hat sich der Geschäftspartner auf dem Weg zu einer Filiale der Bank gemacht und einen Bankmitarbeiter herzitiert. Doch während dessen konnte der Rechtsanwalt die Notfallnummer besorgen und es machte sich ein Team auf dem Weg um dir die Karte zu besorgen. Ich musste einfach warten, bis die da wären und sie würden mich dann anrufen. Und beim warten ist das passiert, was man sich nicht vorstellen kann eigentlich. Es kamen zwei Männer her und meinten sie können mir helfen. Ich sollte einfach eine weitere Karte reinschieben, dann kommt die alte Raus (ja ne is klar^^). Da aber inzwischen der Sicherheitsdienst der Bank die Probleme mit dem Geldautomat mitbekommen hat, wurden gleich zwei Sicherheitsleute zu mir gesandt und halfen mit die Gangster los zu werden. Kurz darauf kam dann er ersehnte Anruf und gleich danach auch die Bankangestellte mit dem Schlüssel für den Geldautomat. Natürlich in Begleitung von einem Bodyguard =). Nach wenigen Sekunde hatte ich dann auch wieder meine Kreditkarte in der Hand. Das war echt ein tolles Gefühl, leider hatten jetzt bereits alle Wechselbüros zu. Mal schauen wie ich das morgen machen werde – oh bei mir ist es gar nicht mehr morgen. Es ist schon kurz nach 12e.

Ich glaube ich sollte nun mal packen, muss um halb 5 schon wieder aufstehen 😀

Ohh… gerade kommt schreiend eine Mitbewohnerin zu unserem Gate. Sie wurde auf dem Heimweg von der Arbeit, kurz vor unserem Haus, von einem Gangster mit einem Messer bedroht. Echt krass he!  Sie hatte aber total Glück das es kurz vor unserem Gate war und noch paar Leute im Haus wach waren.

Naja nun muss ich echt packen!

Ganz viele Grüße
PS: Das Kennwort für die OrangeRiver Bilder ist „umkulu“

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Frohes neues Jahr 2011

Januar 1st, 2011 von kaufi

Halli Hallo!

Na seit ihr alle wieder nüchtern und gut ins neue Jahr gekommen?

Ich wünsche Euch allen alles Gute für das Jahr 2011 und dass all Eure Wünsche in Erfüllung gehen. Hier nun eine kleine Weißheit aus Kapstadt: „Was Du heute kannst besorgen, dass schaffst Du locker auch noch morgen“ =) Ich dachte das gilt nur für Studenten 😛 aber hier leben alle so. Lieber mal was nicht schaffen aber dafür es ein wenig ruhiger angehen lassen.

Liebe Grüße
Kaufi

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Frohe Weihnachten Euch allen!

Dezember 25th, 2010 von kaufi

Hallo ihr Lieben!

Ich wünsche Euch allen ein schönes Weihnachtsfest!
Ich hoffe ihr habt und feiert noch schön mit Euren Liebsten.
Da in Kapstadt Weihnachten erst am 25. Dezember gefeiert wird, gibt es auch erst heute den Weihnachts-Blogeintrag =). Gestern war also für uns ein ganz normaler Tag. So war ich gestern im „Castle of Good Hope“. Dieses wurde bereits un den 1960 angefangen zu bauen. Heute wird dies immer noch als Stützpunkt für die Armee benutzt. Einmal täglich gibt es hier eine Zeremonie welche die Vorführung einer Signalkanone einschließt. Wenn ich es schaffe werde ich das Video davon noch hochladen. In dem Castle war dann auch eine Ausstellung über die WM und den „New Year Carneval“. Die gehen da ab sag ich Euch =). Abends waren wir dann mit allen Hausbewohnern am Strand. Haben dort ein großes Picknig gemacht mit Obstsalat, Nudelsalatz, Kartoffelsalat und und und =) War echt super. Haben auch den Sonnenunterganz noch betrachten können. Voll cool ! Als es dan richtig dunkel war sind wir dann nach Hause gegangen und haben das Geschenk von unserer Vermieterin aufgemacht. Voll lieb von ihr. Sie hat einen Weihnachtsbaum hingestellt und Geschenke darunter gelegt.
Gerade haben wir auch zwei Gäste aus dem Norden von Südafrika hier. Sie machen gerade Urlaub hier und sind total lustig. Nun ja durchgeknallt ist er auch. So ist er heute Spontan baden gegangen. Also Klamotten aus und mit der weißen Unterhose ins Meer :) Ein Bild von ihm als „Christkind“ findet Ihr in den privaten Bilder in meiner Gallery.

Übrigens muss man hier auf Schnee nicht verzichten. In dem rießen ShoppingMall „Canal-Walk“ gibt es eine Schneeanlage. Da können Kinder „Rodeln“ und mit dem Schee spielen. Voll lustig. Ob das richtiger Kunstschnee ist wie auf deutschen Skipisten weiß ich leider nicht. Wollte  keine 6€ Eintirtt bezahlen^^.

Als ich mit meinem Boss in das Einkaufszentrum gefahren bin habe ich aber meinen Augen nicht getraut. Ein Zufahrt /Abfahrt zur Autobahn wurde beim Bau einfach nicht fertig gestellt. Dieser war immer hin bereits vor zwanzig Jahren. Hinzukommt, die Zubringer sind auf einer Brücke. Da hört die Brücke einfach auf, natürlich ohne Absperrung oder so. Eine durchgezogene Linie muss hier reichen. Natürlich habe ich auch meinen Chef für den Grund gefragt und dieser ist so simpel wie auch bescheuert: Dier Architekt hat sich verplant und es ist keinem Aufgefallen. 😀

Nun wünsche ich Euch alle schöne Weihnachtsfeiertage!

Gaanz liebe Grüße
Kaufi

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Die verschlafene Weinprobe

Dezember 23rd, 2010 von kaufi

Hallo zusammen,

nun kurz vor dem heiligen Fest ist es doch mal wieder Zeit für einen Blogeintrag.

Es wurde auch Zeit, denn der letzte Eintrag ist auchschon wieder lange her.
Doch nun zuerst die schlechte Nachricht. Der Euro wird immer schwächer und schwächer  (Aktuell ist er bei 8,875€/Rand vor einem Jahr war es noch über 11€/Rand).

Das Chart der Währung RandAbgesehen von dem Wechselkurs ist es hier echt super. Meine Arbeit überfordert mich immer noch nicht, jedoch finde ich es immer wieder faszinierend wie mein Boss sich über Wasser hält. Wobei er vor kurzem wieder 1000Rand bekommen hat, ihm jedoch R4000 zustehen. Doch leider ist stand heute das Handy deaktiviert, die Telefonleitung gekappt und seine Krankenversicherung auch nicht bezahlt. Doch mein Boss hat sich nun ein kleinen Privatkredit sich besorgt. Er zahlt jedoch ca. 30% Zinsen. Das ist doch krass oder?
Diese Woche habe ich meinen Boss in die Wunderwelt der Computer eingeführt. Er hat seit circa einem Jahr einen Laptop. Doch bis jetzt wurde dieser von seinem 15-jährigen Sohn zum Spielen benutzt. Nach dem ich alles unnötige gelöscht habe, hab ich für meinen Boss eine E-Mail Adresse eingerichtet und die richtige Software installiert. Danach habe ich meinem Boss gezeigt wie man den Laptop einschaltet und mit ihm zusammen seine zweite E-Mail geschrieben. Er war total glücklich und dann kam der Höhepunkt des Tages, er hat Google eine Frage gestellt und die Antwort dann in Wikipedia gefunden. Das fand er mal super! Ist doch echt krass oder? Aber hier unten ist surfen auch total teuer. Zum einen wird zwischen nationalem und internationalen Traffic unterschieden. Also ob der Zielserver in Südafrika oder wo anders sich befindet. Nur das Problem ist, dass die meisten Webseiten halt außerhalb von Südafrika liegen. Zudem gibt es hier meistens nur Volumenverträge. Standard sind hier 5GB Traffic. Dafür zahlt man dann ca. 30€ im Monat. Wer nun aber denkt der Service ist hier dafür besser, täuscht sich. Das Handy von meinem Chef war defekt, nach gerade mal 4 Wochen und hat auf die Reperatur dann zwei Wochen Wochen warten müssen. Als Ersatzhandy für sein BlackBerry gab‘s ein ca. 5 Jahre altes SonyEricsson. Leider hat mein Boss beim Abholen des reparierten Blackberry das Ladegerät vergessen.  Für die Grund genug das BlackBerry nicht rauszurücken. Wusstet Ihr auch, dass man das BlackBerry beim Provider erst freischalten muss bevor man seine E-Mails über WLAN abfragen kann. Echt verrückt oder?

Ah und Handy, ich habe hier mein Nokia reparieren lassen können. Voll super =)  Jeder dachte, dass es das Display ist. Der Handyladen in Karlsruhe war sogar so sehr davon überzeugt, dass er gemeint hat mich anzuschnauzen zu müssen als ich gesagt habe das ist nicht das Display. Nun ja der Handyladen hier dachte es auch. Nur der Unterschied: er sagte dass ich vielleicht doch recht haben könnte, weshalb er es gleich Probieren möchte. Also hat er das Display vor meinen Augen gewechselt und siehe da: es ging nicht =). Dann habe ich ein Ersatzhandy  bekommen und durfte nach 2 Tagen das Handy wieder abholen. Natürlich ging es dann auch =) Die haben tatsächlich auf der Platine das defekte Bauteil ausgetauscht. Der ganze Spaß hat auch nur 25€ gekostet. Super oder?

Das Geschäftsviertel von KapstadtIn meiner Freizeit schaue ich zur Zeit „How I met your mother“. Ist echt lustig. Letzte Woche waren wir dann Abends auf der Long Street. Das ist so etwas wie die Theodor-Heuss-Str. in Stuttgart. Davor haben wir bei einer ehemaligen Mitbewohner vorgeglüht. Sie wohnt gerade im Haus ihrer Tante, welche gerade im Urlaub ist. War echt super cool der Abend. Um kurz nach 4e waren wir dann auch zu Hause. Das Problem war nur, ich hätte um halb 6 wieder aufstehen sollen.  Geplant war eine Weinprobe mit dem Fahrrad, initiiert von der Agentur mit der ich hier bin. Da ich den Weg zum Treffpunkt nicht wusste habe ich mich mit einer Deutschen beim Bahnhof verabredet. Jedoch bin ich erst um 9e aufgewacht. Hatte 5 Anrufe in Abwesenheit und eine SMS. Da war wohl nichts mit Weinprobe =). Dafür bin ich mit einem Hausbewohner surfen gegangen. Also er surft schon seit über einem Jahr und naja für mich war’s das erste Mal auf einem Brett. Hat zwar echt Spaß gemacht aber war auch total anstrengend.  Dann haben wir am Wochenende noch gegrillt. War echt super cool und unstressig. Ah und am DI morgen kam dann der Freund von einer Hausbewohnerin. Jedoch war die Ankunft bis Montagmorgen noch ungewiss, denn leider hat der Sunset vom Lions HillZug auf dem Weg zum Flughafen den Geist aufgegeben und so hat er seinen Flieger verpasst. Zum Glück hat er dann noch den Flug am nächsten Morgen bekommen. Am Dienstagabend waren wir dann zu sechst bei einer Vollmondwanderung. Auch hier wollte ich mit meiner Agentur treffen. Auch die Deutsche wollte kommen. Doch leider hat das mit dem Treffen nicht so geklappt. Es war sooooo viel Stau, dass wir einfach mal eine halbe Stunde zu spät waren. War aber eine super Wanderung. Haben vom Berg aus den Sonnenuntergang und auch den Mondaufgang gesehen. Weitere Bilder von der Wanderung findet Ihr übrigens in der Gallerie. Die Wanderung war echt super cool. Teilweise musste man ein wenig klettern, doch nach meinem USA Urlaub war ich das gebüt =). Da wir so spät dran waren, waren viele schon wieder beim Abstieg als wir noch beim Aufstieg waren. So wie die Leute von der Agentur. Die sind uns entgegen gekommen J  Nachts um 10e haben wir es dann endlich geschafft und waren auf dem Gipfel! Der Abstieg war aber auf Grund von starken Wolken und dichtem Nebel durchaus interessant.Die City von Kapstadt bei Nacht

Gestern haben wir dann im größeren Stil gegrillt. Wir waren circa 15 Personen. War super lecker, leider hatten wir nicht genügend Bier. So bin ich dann noch schnell Bier kaufen gegangen.  Doch die offiziellen Alkoholläden hatten schon zu. Jedoch wusste einer von den Gästen einen inofiziellen Alkoholshop. Da ist das Bier zwar ein wenig teuerer wie sonst, aber was macht man nicht alles für Bier =)

Ah und zum Thema Bier. Ich hab mit zwei Mitbewohner eine „Bierliste“ eingeführt. Niels und ich kaufen nun immer Bier in Platten (24 Flaschen/Dosen) und die anderen können sich ein Bier anstreichen. Somit haben wir immer kühles Bier. Das ist doch mal cool oder? 😀

Heute Abend werde ich vielleicht noch ein wenig kochen und morgen geht es dann an Strand. Abends dann ein wenig Feiern.  Ist halt einfach ein anderes Weihnachten wie sonst.

So gerade habe ich von meinem Mitbewohner ein wenig Essen bekommen..hmmm lecker!

Da ihr wahrscheinlich alle lange Wege an Weihnachten zurücklegen müsst wünsche ich Euch allen eine sichere Fahrt!

Liebe Grüße

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Meeting im FastFood-Restaurant & „Obz Festival of Arts“

Dezember 11th, 2010 von kaufi

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Nach über zehn Tage komme ich nun endlich mal wieder dazu einen Blogeintrag zuschreiben.

Die Arbeit wird langsam relativ interessant, also nicht dass ich viel zu tun hätte, doch mein Boss nimmt sich ausgesprochen viel Zeit für mich. So bekomme ich viel Länder- und Politikgeschichte erzählt. Schon an einen den ersten Tage hat er mir „Big Bay“ gezeigt.

 Das ist eine Strandbereich in Kapstadt. Dort hat mein Boss ein wenig Land gekauft und möchte mit seinen Partnern nun Immobilien verkaufen. So langsam kann ich mir auch merken in welchen Geschäftsbereich mein Boss so unterwegs ist. Da wäre zum einen der Handel mit Fisch und Zement. Wobei Zement glaube ich gerade nicht läuft =) Des Weiteren hat er ja noch seine Immobilien und möchte Farbige und Schwarze schulen und dann mit denen eine Sicherheitsfirma aufmachen. Viel interessanter ist aber die Sache mit dem Netzwerk Projekt. Er möchte mit Hilfe von vielen, auf Provisionsbasis bezahlten, „Vermittler“ möglichst alles Vertreiben. Mit alles meine ich auch wirklich alles:Fish, Solarcollectoren, Zement, Versicherungen, Häuser, …. Aktuell ist er jedoch in Kauflaune. Zur Zeit steht ein Restaurant und eine Filiale von einer Pizzakette auf dem Plan. Hier konnte ich gleich mit mal meinen im aktuellen Semester erworbene Kenntnisse der Investitionsrechnung glänzen. Jedoch glänzte ich nicht lang. Mein Chef meinte irgendwann mal, das ich zwar recht habe und die Rechnung stimmt aber er überschlägt lieber, das müsste reichen =). Wenn alles klappt ist nun mein Chef ab 1. Februar stolzer Besitzer eines Buffet Restaurants. Das Restaurant gefällt mir auch sehr, wobei das bestimmt nicht am Interieur liegt. Hier glänzt das Restaurant u.a. mit vergilbten Bilder und Plastikstühlen. Viel mehr gefällt mir das Abendgericht: „all you can eat“ für gute R80 (ca. 8,20€).  Sollte mein Boss das Restaurant echt kaufen kommt wohl viel Arbeit auf mich zu: Website, Fotobuch, Bildercollagen, … .

Doch das Beste an dem Büro von meinem Bosses ist die Lage. Mitten im Herzen von Kapstadt. In einer Minute ist man in einem gigantischen FoodMall. Dort gibt es alles was man sich vorstellen kann. Salate, warme Gerichte, Sushi, Caffee’s usw. . Genau vor dem Eingang ist auch die St.George Mall. Dies ist eine kleine Einkaufsstraße und führt zu dem bekannten „Greenmarket“. Auf diesem Platz ist jeden Tag ein Markt auf dem typische afrikanische Dinge verkauft werden (Bild unten). Wie ich jedoch nun erfahren durfte, pflegt mein Boss Meetings nicht in einem solchen Kaffe oder gar im Büro abzuhalten. Er macht dies viel lieber in einem „all you can eat“ Restaurant oder wie vor wenigen Tagen in einem FastFood-Restaurant. Doch gegessen haben wir in der Zeit nichts, auch nichts getrunken. Man sitzt sich einfach rein, bespricht sich und geht wieder :).

Vor kurzen habe ich auch noch einen Bruder von meinem Boss kennenlernen dürfen. Interessant ist, dass dieser Moslem ist. Mein Chef ist jedoch römisch-katholisch. Das liegt daran dass der Vater von meinem Boss wohl Moselm war und eine seiner vier Frauen war seine Mutter und die ist katholisch und hat den Mann auch recht bald wieder verlassen.

Freitags ist dann immer Home-Office Day bei meinem Boss. Er sagt, er arbeitet dann von zu Hause aus. Doch ich würde es eher als „chillen“ deklarieren. Ich habe ein wenig seinen PC anschauen dürfen um zu schauen was er so für eine Software hat und mein Chef hat in der Zeit TV geschaut. Natürlich um sich weiter zu bilden =). War aber voll cool, denn erst kamen seine Enkel (ca. 6,8,10) und dann sein Sohn(15) nach Hause. So habe ich ein wenig mit den „kleinen“ reden können. Alle waren von den Schneebilder fasziniert =). Schließlich haben wir über die WM, Kricket und auch Handball geplaudert.

Doch nun genug von der Arbeit. Unter der Woche war ich bis jetzt leider noch mit Aufgaben für die BA beschäftigt gewesen. Doch das erste Wochenende kam auch schon bald. Ich kam genau richtig, denn es war „Obz Festival of Arts“ angesagt. Das ist wie ein kleines Straßenfest in unserem Stadtteil. Auf einer großen Wiese war eine Zelt-Bühne und wie in Deutschland standen um die Wiese lauter kleine Essensstände. Die Zuschauer zwischen 15 und 55 Jahren saßen zum größten Teil auf der Wiese. Auch hier waren wir nicht die einzigen Deutschen. Nachdem wir das Lied „ich würde nie zum FC Bayern gehen… “ angestimmt haben wurde das Lied von einer anderen, vermutliche deutschen, Gruppe zu Ende gesungen =). Doch leider gehört unser Stadtteil nicht zu den sichersten Orte der Welt und somit wurde viel Kriminalität vorausgesagt. Natürlich haben wir uns von den Meldungen nicht einschüchtern lassen und haben am Freitag in einer Gruppe von circa acht Personen ausgiebig bis in die Nacht gefeiert. Nach einem langem Ausnüchterungsschlaf bin ich am Samstag noch einmal auf das Festgelände gegangen um die ganzen tollen Stände mit den afrikanischen Gegenstände zu bewundern.

Da ich natürlich jeden Tag die Tageszeitung lese, wurde mir leider das bestätigt was viele Vorhergesagt haben und am Freitagnacht auch als Gerücht die Runde gemacht hat: Es gab einen Mord auf dem Festival. Hier könnt ihr wenn ihr wollt den Zeitungsbericht dazu lesen: http://www.iol.co.za/news/crime-courts/murder-rocks-obz-festival-1.981757

Ah wo ich gerade beim Thema Zeitung bin, folgender Artikel war auf der Titelseite der CapeTimes am 09.Dezemer : http://www.kaufi.eu/gallery3/index.php/Kapstadt/artikel-hippi

Da heute Freitag ist, war wieder Home-Office bei meinem Boss angesagt. Jedoch wollte ich heute Mittag ins Reisebüro gehen und durfte aus diesem Grund von zu Hause aus arbeiten. Doch warum Reisebüro?

Landkarte mit TripWenn ich schon mal  in Afrika bin möchte ich natürlich mehr wie nur Kapstadt sehen. Ganz oben auf der Liste ist da natürlich der Krüger National Park. Da ich mir die Victoria Fälle auch nicht entgehen lassen wollte, habe ich einfach einen elf Tage Trip(Victoria FallsChobe NP Okavango Delta Francistown Kurger NPJohannesburg) [Hier geht’s zur Tour: http://africatravelco.com/details.php?tripid=000101] gebucht. Als mein Boss von meinen Plänen erfahren hat meinte er sofort ich solle nicht mit dem Flugzeug von Johannesburg zurück fliegen. Es würde einen sicheren Liege-Zug geben, der braucht zwar 24h aber man sieht die Landschaft. Nach kürzer Überlegung (ca. 3 sec^^) habe ich mich dann auch entschieden den Zug zu nehmen. Somit sind meine zwei Ausflüge nun fix geplant und ich bin viel Geld los :(

Zwei Ausflüge? Genau! Das habe ich ja noch gar nicht erzählt. Also vom meiner Agentur aus wurde ein Sylvester Trip geplant. Der beinhaltet eine Rafting Tour auf dem Orange River und endet auf einer riesen Sylvester Party in der Nähe von Namibia. Das witzige an der Party, es ist maximal ein Kleidungsstück erlaubt. Ja da bin ich mal gespannt 😀

Leider habe ich versäumt mich in Deutschland mit einem Reiseführer auszustatten. Hätte ich dies getan wäre ich wahrscheinlich nicht so über die starken Winde verwundert gewesen. Das ist echt total krass. Das Wetter ändert sich hier auf Grund der echt starken Winde binnen weniger Minuten um 180°. Da ich jedoch nicht ohne Reiseführer hier sein kann bringt der Freund einer Mitbewohner mir einen mit. An dieser Stelle vielen Dank Raiko (auch wenn er dies wahrscheinlich nie lesen wird^^).

Da ich morgen vor habe mit dem MiniBus (so eine Art Taxi für 2 bis unbegrenzt viele Personen) nach Kapstadt zu fahren um dort ein paar Sehenswürdigkeiten anzuschauen werde ich Euch nun nicht länger Aufhalten und ins Bett gehen.

Viele warme Grüße und viel Glück/Sicherheit bei diesem Deutschlandwetter.

Kaufi

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